Patientennahe Diagnostik

Patientennahe diagnostische Versorgung realisieren

19.03.12 | Autor / Redakteur: Soeren Schumacher*, Dirk Michel*, Eva Ehrentreich-Förster* und Frank F. Bier* / Marc Platthaus

Die ivD-Plattform ist die zentrale Komponenten für die patientennahe Diagnostik. (Bilder: Fraunhofer IBMT und Fraunhofer IPM)
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Die ivD-Plattform ist die zentrale Komponenten für die patientennahe Diagnostik. (Bilder: Fraunhofer IBMT und Fraunhofer IPM)

Diagnostik vor Ort ist eines der Schlüsselthemen der letzten Jahre. Dennoch sind bisher nur einzelne Lösungen am Markt erhältlich. Ein aktuelles Forschungsprojekt zeigt, wie diese Diagnostik mit Laborqualität gewährleistet werden kann.

Der schnelle Zugriff auf Informationen ist einer der wichtigsten Trends in der heutigen Gesellschaft. Dies betrifft viele Bereiche, wobei hiervon das Gesundheitswesen nicht unberührt bleibt. Gerade vor dem Hintergrund von externen, sich verändernden Rahmenbedingungen wie etwa einer älter werdenden Bevölkerung, erhöhte Mobilität und Migration durch Globalisierung, muss auch im Gesundheitswesen der Zugriff auf Informationen schnell erfolgen. So können medizinische Entscheidungen schneller getroffen, dem Patienten idealerweise schneller geholfen und einhergehend damit Kosten für das Gesundheitssystem gesenkt werden.

Dabei zeigt sich in den letzten Jahren, dass auch die In-vitro-Diagnostik einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Dies ist besonders dadurch bedingt, dass im Vergleich zu Medikamenten oder anderen Therapiemaßnahmen, Diagnostik preisgünstig verfügbar ist und durch eine verbesserte Diagnostik Therapiemaßnahmen gezielter eingesetzt und so nachhaltig Kosten eingespart werden. Eine Sonderstellung nimmt dabei die so genannte „Companion Diagnostics“ ein: Vor der Gabe eines Therapeutikums muss auf molekularer Ebene diagnostisch verifiziert werden, ob das Medikament bei dem Patienten überhaupt wirken kann. Diese Art der personenbezogenen Medikamentengabe wird auch häufig als „personalisierte Medizin“ bezeichnet.

Ein limitierender Faktor für den sinnvollen Einsatz von In-vitro-Diagnostik ist oftmals die Verfügbarkeit der Analysedaten, da nach erfolgter Probennahme durch den Arzt oder medizinisch geschultes Personal, die Probe in ein Labor geschickt werden muss. Erst nach einiger Zeit ist dann das Ergebnis der Analyse verfügbar und der Arzt kann die Therapie einleiten. In der verkürzten „turn-arround-time“, das ist die Zeit von der Probennahme bis zur Ankunft der Daten beim Arzt, liegt daher der Hauptvorteil der Vor-Ort-Diagnostik. Dieser Vorteil kommt sowohl dem Patienten als auch dem Arzt sowie dem Gesundheitswesen insgesamt zugute.

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