Interview Biotechnica 2013

Bioökonomie bringt Lösungen für die Zukunft

09.10.13 | Redakteur: Marc Platthaus

(Bild: Platthaus/LABORPRAXIS)

Die Bioökonomie findet sich in zwei der drei Marktplätze (Industrial Biotechnology und Innovation in Food) der diesjährigen Biotechnica wieder. Warum effiziente Lebensmittelherstellung und moderne chemische Produktionsverfahren von der Bioöknomie profitieren können, beantwortet Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe, im Interview.

LABORPRAXIS: Herr Dr. Köckler, die Bioökonomie ist eines der großen Stichworte auf der diesjährigen Biotechnica. Was können wir uns unter dem Thema vorstellen?

Dr. Jochen Köckler: Die Bioökonomie wird eines der zentralen Themen unserer zukünftigen Gesellschaft sein. Es geht hier darum, dass zunehmend biobasierte Prozesse und Verfahren angewandt werden, um die immer stärker werdende Ressourcenknappheit auszugleichen. Weltweite Ernährungssicherheit bei gesunden Lebensmitteln, nachhaltige Agrarproduktion, die industrielle Nutzung nachwachsender Rohstoffe und die Nutzung regenerativer Energien sind auf internationaler Ebene zentrale Herausforderungen, um nach und nach die erdölbasierte Wirtschaft durch eine biobasierte Wirtschaft zu ersetzen. Dazu liefert die Biotechnologie sicherlich Antworten und ein Großteil dieser Antworten können Sie hier auf der Biotechnica sehen.

LABORPRAXIS: Wie bilden Sie dies in den Tagen in Hannover ab?

Dr. Köckler: Wir zeigen auf der Biotechnica unter anderem die industrielle Nutzung biogener Stoffe entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Bioökonomie und spannen mit der Plattform BiobasedWorld in Kooperation mit der Dechema den Bogen zwischen Industrie und Lebensmittelbiotechnologie.

LABORPRAXIS: Wie sehen Sie derzeit den Stand der deutschen Biotechnologie?

Dr. Köckler: Der Standort Deutschland ist sehr wichtig für die Biotechnologie und die Zukunft dieser Branche. Wir sind in vielen ökonomischen Bereichen Vorreiter und als Exportnation sicherlich der richtige Standort für viele moderne und wissenschaftlich hochkomplexe Themen, die dann zu globalen Lösungen werden. Wir hoffen, dass wir mit der Biotechnica weiter zur Integration der Biotechnologie beitragen können.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Dr. Köckler.

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