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Studie: Compliance

Compliance-Pharmaabteilungen fehlt Wissen über neue Technologien

| Redakteur: Tobias Hüser

Die aktuelle Camelot-Studie untersucht den Einfluss neuer Technologien auf die Erfüllung regulatorischer Anforderungen in der Pharmabranche.
Die aktuelle Camelot-Studie untersucht den Einfluss neuer Technologien auf die Erfüllung regulatorischer Anforderungen in der Pharmabranche. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Die Compliance-Abteilungen von Pharmaunternehmen sind im Hinblick auf neue Technologien nur unzureichend informiert. Das ist das Ergebnis einer Camelot-Studie. Zwar stimmt die Mehrzahl der Befragten (94 %) komplett oder teilweise zu, dass die Digitalisierung Firmen dabei unterstützt, Compliance-Anforderungen schneller und einfacher zu erfüllen. Dennoch sind ebenfalls rund 90 % der Teilnehmer der Meinung, dass die Compliance der Entwicklung neuer Technologien hinterher hinkt. Häufig fehlen regulatorische Vorgaben.

Basel/Schweiz, Mannheim – Die Studie „Pharma Management Radar" des Beratungsspezialisten Camelot Management Consultants hat untersucht, inwieweit Unternehmen der Pharmabranche die Risiken und Chancen neuer Technologien hinsichtlich Compliance-Anforderungen bekannt sind und wie sie die Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien unter Compliance-Gesichtspunkten bewerten. Eine der spannendsten Aussagen der Studie ist, dass 68 % der befragten Unternehmer nicht glauben, dass sie über die interne Abteilung für Compliance oder Qualitätssicherung Informationen zu den Risiken und Chancen beim Einsatz neuer Technologien erhalten. Sie vertrauen hier lieber auf eigene (Internet-) Recherchen.

„Die Compliance-Abteilungen in Pharmaunternehmen müssen in puncto neue Technologien noch deutlich an Know-how zulegen, um mit den Entwicklungen der Digitalisierung Schritt halten zu können“, kommentiert Josef Packowski, Managing Partner bei Camelot Management Consultants, die Studienergebnisse. Neue Technologien sind aktuell insbesondere in den Bereichen stark vertreten, in denen Compliance-Risiken als nicht zentral relevant eingestuft werden. Dazu zählen unter anderem Training (89 %), Dokumentation (78 %) sowie Umweltschutz (76 %).

Einfluss der Digitalisierung auf die verschiedenen Geschäftsfelder

Auf die Frage, welche Unternehmensbereiche am meisten von der Digitalisierung beeinflusst werden, nennen 56 % der Befragten die Marketing- & Sales-Abteilungen, gefolgt von Forschung & Entwicklung (22 %). Hier zeigt sich eine interessante Veränderung im Vergleich zur letztjährigen Studie: Galt damals der Bereich Supply Chain & Logistik als am meisten von der Digitalisierung beeinflusst, so empfinden das heute nur noch 17 % so. Das lässt darauf schließen, dass die erste Stufe der digitalen Transformation hier bereits abgeschlossen ist. Mit Blick in die Zukunft sehen die Studienteilnehmer den Supply-Chain- & Logistik-Bereich erst in fünf Jahren wieder von einer Digitalisierungswelle betroffen (42 %). In der Produktion (35 %) und der Medizinentwicklung (29 %) empfinden die Befragten den Einfluss der Digitalisierung sogar erst in 15 Jahren als relevant.

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