Sicherheitswerkbänke

Neue Generation von Sicherheitswerkbänken

30.10.14 | Autor / Redakteur: Guido Maik* / Marc Platthaus

Abb. 1: Das TOP-Schutzmaßnahmen-Prinzip
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Abb. 1: Das TOP-Schutzmaßnahmen-Prinzip (Bild: Berner)

Der Schutz des Mitarbeiters vor potenziell gesundheitsgefährdenden Substanzen gehört zu den wichtigsten Aspekten der Laborarbeit. Ein zentraler Bestandteil in der Laboreinrichtung sind Sicherheitswerkbänke. Wie sehen hier aktuelle Entwicklungen aus?

[HINWEIS: Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen wollen, schauen Sie sich unsere Webinaraufzeichnung vom 7. Oktober 2014 zum Thema „Sicherer Umgang mit Gefahr- und biologischen Arbeitsstoffen“ an.]

Sicherheitswerkbänke kommen immer dann zum Einsatz, wenn in Laboratorien beim Umgang mit Bio- oder Gefahrstoffen Personen- und/oder Produktschutz gefordert ist. Fachlich nicht ganz korrekte aber häufig verwendete Bezeichnungen sind LAF (Laminar Air Flow), Sterilbank, Werkbank oder Bench. Es gilt mikrobiologische Sicherheitswerkbänke gemäß DIN EN 12469 und Sicherheitswerkbänke für Zytostatika nach DIN 12980 zu unterscheiden [1, 2]. In vielen Laboratorien sind Sicherheitswerkbänke das zentrale technische Instrument zum Schutz der Beschäftigten und des Produktes respektive Prozesses.

Die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu treffenden Schutzmaßnahmen müssen auf den allgemeinen Grundsätzen des §4 Arbeitsschutzgesetz basieren. Als Grundlage dient das so genannte „TOP-Prinzip“ (s. Abb. 1), nach dem Gefahren für Mitarbeiter immer direkt an der Quelle beseitigt oder entschärft werden müssen. Ist dies allein nicht zielführend, müssen ergänzende organisatorische und personenbezogene Maßnahmen in der Reihenfolge der Abbildung von oben nach unten durchgeführt werden. Alle Arbeitsschutzmaßnahmen müssen regelmäßig überprüft und an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden [3-6].

Mit der neuen Sicherheitswerkbank Claire hat Berner International ein Produkt auf den Markt gebracht, das alle diese Aspekte erfüllt. Das inhabergeführte, mittelständische Unternehmen mit dem Sitz in Elmshorn bei Hamburg beansprucht seit über drei Jahrzehnten für sich, Premiumprodukte zu fertigen. Eine wesentliche Voraussetzung laut Berner International ist, dass die Produkte „Made in Germany“ sind.

Design der neuen Sicherheitswerkbänke

Bereits beim Design ist ein deutlicher Unterschied gegenüber bisherigen Sicherheitswerkbänken zu erkennen. Das schlanke und kompakte Design in Verbindung mit hochwertigen Materialien lässt erahnen, dass die Ingenieure und Industriedesigner bei der Entwicklung weit mehr als reine Funktionalität im Sinn hatten. Seitliche funktionelle LED-Lichtbänder und eine intelligent beleuchtete Scheibenunterkante im Blickfeld des Anwenders informieren durch ihre Farbcodierung kontinuierlich über den aktuellen Betriebszustand. Ein Highlight ist das harmonisch und ergonomisch eingepasste Touch-Display (s. Abb. 2). Durch eine einfache, sich selbsterklärende Menüführung, hochwertige Piktogramme und ein puristisches Design ist die Bedienung für den Anwender denkbar einfach.

Für das Design erhielt die Berner Claire den Reddot-Design-Award, der zum ersten Mal an eine Sicherheitswerkbank vergeben wurde.

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