Miniaturventile

Der Einsatz von Miniaturventilen in Labortechnik und Diagnostik

24.10.14 | Autor / Redakteur: Marc Platthaus* / Marc Platthaus

Die Minaturventile von Lee werden auch in der Analysentechnik und Diagnostik zur genauen und sicheren Dosierung von extrem kleinen Flüsigkeitsmengen verwendet.
Die Minaturventile von Lee werden auch in der Analysentechnik und Diagnostik zur genauen und sicheren Dosierung von extrem kleinen Flüsigkeitsmengen verwendet. (Collage: LABORPRAXIS (Lee, Zara Gzraryan - Fotolia))

Im Jahr 1948 gegründet, beschäftigt The Lee Company heute mehr als 1000 Mitarbeiter. Was macht den Spezialisten für Miniaturkomponenten zu einem attraktiven Partner für so unterschiedliche Branchen wie die Luftfahrt, die Analysentechnik oder die medizinische Diagnostik?

Eine Verkleinerung von Bauteilen führt immer dazu, dass sowohl an die Entwicklung als auch in der Fertigung hohe Anforderungen gestellt werden. Kommt dann noch die Forderung der Analysentechnik oder Diagnostik hinzu, auch die Genauigkeit immer weiter zu steigern, schlägt die Stunde der Spezialisten. Eines dieser Spezialunternehmen ist The Lee Company.

Das erste Produkt: Ein Stopfen für die Luftfahrtindustrie

Im Jahr 1948 gründete Leighton Lee II sein Unternehmen. Er arbeitete zuvor als Ingenieur für die Luftfahrtindustrie. Seine bahnbrechende Idee für die Fluidmanifolds in der Triebwerkstechnik: Lee-Plug, ein Stopfen, der Gewindebohrungen und Dichtungen für Kreuzbohrungen im Hydraulikblock überflüssig macht. Das Prinzip ist bestechend einfach: Die zylindrische Hülse des zweiteiligen Stopfens (Plug) wird in die Bohrung eingesetzt. Dann wird der leicht konische Spreizpin in die Hülse getrieben. Der Plug expandiert elastisch in das umgebende Material und hält so bis 1000 bar fest in seiner Position. Dieses einfache Befestigungssystem wurde auf die sich anschließenden Entwicklungen der hydraulischen Miniaturkomponenten adaptiert und bildet das Grundprinzip fast aller Fluidik-Produkte von Lee.

Mittlerweile besteht das Unternehmen aus drei unterschiedlichen Divisionen:

  • der Luft und Raumfahrttechnik (AMH),
  • der Industrie- und Fahrzeugtechnik (IMH) sowie
  • der Analyse und Medizintechnik (EFS).

Deutschland-Geschäftsführer Jürgen Prochno bringt den Antrieb des Unternehmens auf den Punkt: „Die Forderung nach Verkleinerung und/oder Genauigkeitssteigerung ist eine alltägliche Aufgabe bei Lee.“

Vom Tintenstrahldrucker zum Analysengerät

Vor rund 40 Jahren kamen die ersten Miniatur-Magnetventile und EFS-Komponenten von Lee auf den Markt. Anfangs für Tintenstrahdrucker entwickelt, werden sie seitdem auch in Fluidik-Systemen der Medizintechnik und In-vitro-Diagnostik verwendet. Seit Anfang der 1990er Jahre sind weitere Innovationen wie das Hochleistungs-Rückschlagventil CCRM oder der konische Beta-Plug-Verschlussstopfen Grundlage für den am stärksten wachsenden Unternehmenszweig von Lee. Da diese Produkte aus Edelstahl sind, fanden sie auch schnell ihren Weg in die Analysentechnik und die Diagnostik.

Vor allem im EFS-Bereich wächst die Produktpalette sehr schnell – mit extrem kompakten Komponenten wie Magnet-Ventilen, Pumpen und Verbindungssystemen.

Ergänzendes zum Thema
 
Interview: Ideal für die Analysentechnik und Diagnostik

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