Marktübersicht Laborwaagen

Reproduzierbarkeit ist wichtiges Merkmal für eine Waage

30.05.11 | Autor / Redakteur: Marc Platthaus / Marc Platthaus

Abb. 1: Waagen gehören zu den zentralen Geräten im Labor, die für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet werden.
Abb. 1: Waagen gehören zu den zentralen Geräten im Labor, die für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet werden. (Bild: Mettler)

Wägen quasi im Vorbeigehen – das ist die Wunschvorstellung der Anwender für diese oft ungeliebte weil fehlerhafte Labortätigkeit. Doch die Waagenhersteller gehen mit ihren aktuellen Geräten durchaus auf diese Forderungen der Labormitarbeiter ein.

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In der Wägetechnik hat sich Einiges getan. Blicken wir 25 Jahre zurück: In fast jedem Labor gab es noch den abgetrennten Wägeraum, dessen Tür immer geschlossen bleiben musste, um Luftbewegungen zu vermeiden, die das Wägeergebnis massiv beinflussen konnten. Es gab einen „Wägebeauftragten“, der die hochkomplizierte Technik warten und überwachen musste. Daneben brauchten die Anwender auch diverse Einführungen und Trainings, um richtige und vor allem reproduzierbare Ergebnisse erzielen zu können.

Das Wägen war damals auch ein Prozess, der mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden war: Die Waage musste vor jedem Wägevorgang aufwändig kalibriert werden, Einstellmöglichkeiten waren kompliziert oder gar nicht vorhanden und Fehler wurden nicht automatisch angezeigt oder ausgeglichen.

Zeiten ändern sich – Wägen wird komfortabler

Heute gibt es diese Einschränkungen nicht mehr. Der Anwender möchte möglichst wenig Zeit und Mühe auf diesen Prozess verwenden. Das Wägen muss quasi im Vorbeigehen durchgeführt, das Ergebnis aber nach wie vor richtig und vor allem reproduzierbar sein. Reproduzierbarkeit ist derzeit die wichtigste Forderung der Anwender an die Waagenhersteller. Die technischen Fortschritte in der Elektronik aber auch der Software erlauben es nun, in deutlich verkürzter Zeit reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Dies bedeutet aber auch eine Gefahr, auf die von Seite der Hersteller immer wieder hingewiesen wird: Der Anwender beachtet Störeinflüsse der Umwelt nicht mehr genügend. Diese meist physikalischen Efffekte wie Gewichtsveränderung durch Verdunstung oder Feuchtigkeitsaufnahme oder auch elektrostatische Aufladungen können zu falschen Wägeergebnissen führen, die weder von der Elektronik noch von der Software kompensiert werden können. Daher ist es nach Aussage der Hersteller wichtig, dass sich der Anwender der möglichen Fehlerquellen im Wägeprozess bewusst ist. Diese Fehler können durch einige Verhaltensmaßnahmen, beispielsweise die Benutzung von sauberen Erlenmeyerkolben zur Vermeidung der Verdunstung oder Feuchtigkeitsaufnahme, verringert werden (Erlenmeyerkolben besitzen geringere Öffnungsdurchmesser als Bechergläser).

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