Präzisionswaagen

Globetrotter-Gartenzwerg wird berühmt

30.08.13 | Redakteur: Matthias Back

Das sogenannte “Gartenzwerg-Experiment” vereinte Wissenschaftler, Schulen und Menschen aus aller Welt mit dem Ziel, das Phänomen der weltweit unterschiedlichen Erdanziehungskraft zu erklären und diese auch noch präzise zu messen.
Das sogenannte “Gartenzwerg-Experiment” vereinte Wissenschaftler, Schulen und Menschen aus aller Welt mit dem Ziel, das Phänomen der weltweit unterschiedlichen Erdanziehungskraft zu erklären und diese auch noch präzise zu messen. (Bild: Kern)

Es war einmal ein Zwerg namens Kern. Seine Leidenschaft: Das Reisen. Sein Vorbild: Isaac Newton. Seine Mission: Der Welt zu zeigen, wie Präzise eine Waage sein soll. Er begab sich auf eine jahrelange, aufregende Expedition um den Globus und zog heute in das Kölner Abenteuer- und Wissenschaftsmuseum Odysseum ein.

Aber zurück zum Anfang: Der Baden-Württembergische Präzisionswaagenhersteller Kern & Sohn wollte beweisen, wie präzise eine Kern-Waage misst und dabei der Welt einen wissenschaftlichen Dienst erweisen. 2011 wurde daher eine außergewöhnliche Idee geboren und mit ihr Kern, der Globetrotter-Gartenzwerg.

Das sogenannte “Gartenzwerg-Experiment” vereinte Wissenschaftler, Schulen und Menschen aus aller Welt mit dem Ziel, das Phänomen der weltweit unterschiedlichen Erdanziehungskraft zu erklären und diese auch noch präzise zu messen. Kern, der Gartenzwerg, wurde zum Probanden der Schwerkraft.

Schwerer in der Antarktis oder in Afrika?

Und so begab sich der kleine Zwerg im November 2011 auf seine abenteuerliche Reise rund um den Globus, über den Äquator und bis ins ewige Eis. Ob in Japan, Indien, Mexiko, Südafrika, Australien oder am Südpol – wohin er auch kam, Kern wurde von Wissenschaftlern, Lehrern, Kindern oder der Presse begeistert empfangen. Und überall kam der kleine Kerl auf den Prüfstand, sprich auf die Waage. Der Zwerg dokumentierte präzise, dass die Schwerkraft auf der Erde nicht überall gleich ist und dass daher ein Mensch (oder ein Zwerg) beispielsweise in der Antarktis mehr wiegt als in Kenia. Die Erdanziehungskraft hat also Einfluss auf das Gewicht.

Die Erde dreht sich nicht überall gleich schnell

Und wieso ist die Schwerkraft nicht überall gleich? Das liegt zum einen daran, dass die Erde rotiert und alles auf ihrer Oberfläche einer Zentrifugalkraft, ähnlich der in einem Kettenkarussel, ausgesetzt ist. Außerdem ist die Erde keine perfekte runde Kugel, sondern gleicht in ihrer Form eher einer Kartoffel.

Deswegen variieren die Abstände von der Oberfläche zum Erdmittelpunkt und damit auch die Erdanziehungskraft, die bis zu 0,5 Prozent abweichen kann. „Es ist sehr wichtig, zu wissen, wie die Schwerkraft Dinge beeinflusst, die wir wiegen müssen. Wenn man eine Waage verwendet, die nicht an ihren Standort angepasst wurde, kann es schnell zu ungenauen Messergebnisse kommen“, erklärt Kern-Geschäftsführer Albert Sauter. „Das kann bei vielen Dingen, wie Lebensmitteln oder Gold sehr entscheidend sein. Da die Masse des Gartenzwergs immer gleich ist, war er das perfekte Versuchsobjekt”, so Sauter.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42286319 / Waagen)

 

Wissenschaft und Forschung mehr Artikel zum Thema finden Sie hier