Chemie-Länderreport Usbekistan

Düngemittel, Öl- und Gasverarbeitung dominieren Chemieindustrie

03.05.13 | Autor / Redakteur: Dr. Jens Uwe Strohbach, Germany Trade and Invest / Wolfgang Ernhofer

In die Usbekistan zieht die Nachfrage nach Chemieprodukten in den Förderzweigen (Gas, Öl und Erze), im verarbeitenden Gewerbe (Textil-, Kfz- und elektrotechnische Industrie) und in der Bauwirtschaft an.
In die Usbekistan zieht die Nachfrage nach Chemieprodukten in den Förderzweigen (Gas, Öl und Erze), im verarbeitenden Gewerbe (Textil-, Kfz- und elektrotechnische Industrie) und in der Bauwirtschaft an. (Bild: TUBS, wikimedia commons)

Fast wöchentlich erscheint auf process.de ein Länderreport von Germany Trade and Invest (GTAI), der sich ausführlich mit der Chemie- und Pharmaindustrie eines Landes beschäftigt. Erfahren Sie in diesem Chemie-Länderreport mehr über die aktuelle Entwicklung der chemische Industrie in Usbekistan.

Taschkent – Die Chemie, Petrochemie und Pharmaherstellung zählen mit einem Anteil von zusammen 5% am landesweiten Industrieausstoß zu den Hauptbranchen Usbekistans. Schwerpunkte sind Düngemittel, die Öl- und die Gasverarbeitung. Viele Betriebe müssen ihre Anlagen dringend erneuern. Für alle drei Branchensektoren existieren Modernisierungs- und Ausbauprogramme. Den Bedarf an veredelten Chemie-, Kunststoff- und Gummierzeugnissen sowie Pharmaka deckt das Land hauptsächlich durch Importe.

Marktentwicklung/-bedarf

In Usbekistan zieht die Nachfrage nach Chemieprodukten in den Förderzweigen (Gas, Öl und Erze), im verarbeitenden Gewerbe (Textil-, Kfz- und elektrotechnische Industrie) und in der Bauwirtschaft an. Privathaushalte geben mehr für Kosmetika, Waschmittel, Farben/Lacke, Arzneimittel (Importanteile am wertmäßigen Verbrauch von 70 bis 90%) und Kunststofferzeugnisse aus. Das niedrige Ausgangsniveau, die knappen Finanzressourcen der Betriebe und die geringe Kaufkraft der Bevölkerung sind bei der Marktbewertung jedoch zu berücksichtigen.

Die großen Chemiebetriebe decken ihren Rohstoffbedarf zu gut einem Drittel durch Einfuhren, kleine Firmen oftmals noch stärker. Usbekistan verfügt über beträchtliche Rohstoffe für die Chemieindustrie (Öl, Gas, Phosphate, Natriumkarbonat etc.), fertigt aber nur wenig veredelte Produkte. Der Gaschemiekomplex Schurtan und geplante neue Großprojekte in der Gaschemie versprechen vielfältige Kooperationschancen im Sektor Polymererzeugnisse. Nach der abgeschlossenen Modernisierung des zum Hüttenkombinat NGMK Nawoi gehörenden Phosphatwerkes (Kapazität: circa 600.000 t Phosphorkonzentrat, 200.000 t Phosphormehl pro Jahr) folgen weitere Projekte in der Düngemittelsparte.

Zahlreiche Modernisierungs- und Ausbauvorhaben in der Chemie-, Kunststoff-, Gummi-, Pharma- und petrochemischen Industrie, einschließlich der Sparte Haushaltschemie (Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika), bieten deutschen Maschinen- und Ausrüstungslieferanten vielfältige Absatzchancen. Die Branchenvereinigungen O'zkimyosanoat und O'zfarmasanoat, deren Unternehmen das Geschehen in der Chemie- und Pharmabranche Usbekistans dominieren, und die staatliche Öl- und Gasholding O'zbekneftgaz (Gas- und Ölverarbeitung) verfügen über ein mittelfristiges Projektportfolio von mehr als 12 Mrd. US$. Der Maschinenpark in der Chemie-, petrochemischen und Pharmaproduktion ist gegenwärtig im Schnitt zu 46% verschlissen.

Tabellen, Zahlen und weitere Fakten zur Chemieindustrie in Usbekistan finden Sie in der Bildergalerie des Artikels.

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