M&A-Aufschwung für 2014 erwartet

M&A in der Chemieindustrie nach Krisenjahr im Aufschwung?

17.01.14 | Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die globalen M&A-Deals in der Chemieindustrie sind 2013 stark zurückgegangen. Für 2014 erwarten Experten einen sanften Aufschwung.
Die globalen M&A-Deals in der Chemieindustrie sind 2013 stark zurückgegangen. Für 2014 erwarten Experten einen sanften Aufschwung. (Quelle: PwC-Analyse basierend auf ThomsonReuters M&A Daten)

Trotz der Erholung der M&A-Aktivitäten zum Ende des Jahres 2013 bleiben sie weit hinter den Werten der Vorjahre zurück, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhousecoopers (PWC) hervorgeht. Für das Jahr 2014 dringt vorsichtiger Optimismus aus der Branche.

Frankfurt am Main – Nach den ersten neun Monaten des Jahres 2013 standen 65 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 13,8 Milliarden Dollar zu Buche. Im Vergleichszeitraum 2012 lag der Gesamtwert von 93 Transaktionen mit 46 Milliarden Dollar deutlich höher. Zu der leichten Erholung hat ein Mega-Deal im Wert von 1,33 Milliarden Dollar mit deutscher Beteiligung beigetragen: Dabei handelt es sich um die Übernahme des Geschäftsbereichs Titanium Dioxide Pigments des Unternehmens Rockwood Holdings – geführt unter der deutschen Marke Sachtleben – durch die US-amerikanische Aktiengesellschaft Huntsman.

Im Jahr 2012 gab es in der Chemiebranche weltweit 134 Deals im Gesamtwert von 65,2 Milliarden Dollar, 2011 waren es 118 Deals und 62,8 Milliarden Dollar.

China bleibt Schrittmacher

Seit 2012 dominieren asiatische und insbesondere chinesische Käufer die Deal-Aktivitäten in der Chemieindustrie. 90 Prozent aller Deals mit chinesischer Beteiligung, die im dritten Quartal 2013 vollzogen wurden, zielten dabei auf den heimischen Markt.

Europäische Investoren zurückhaltend

Der leichte Aufschwung in der Eurozone konnte nicht verhindern, dass die M&A-Aktivitäten bis Ende September deutlich unter den Werten der ersten drei Quartale vergangener Jahre liegen. Der Gesamtwert der Transaktionen mit Beteiligten aus der Eurozone belief sich auf 2,3 Milliarden Dollar und war damit um 700 Millionen Dollar höher als im Vorquartal.

„Die guten konjunkturellen Aussichten für 2014 verbessern das Klima für M&A-Aktivitäten. In der Eurozone zeichnet sich eine Trendwende ab. Damit gewinnen auch Übernahmeziele in Europa für internationale Investoren an Attraktivität. Wir rechnen 2014 in der Chemieindustrie wieder mit einem deutlich anziehenden M&A-Geschäft", lautet der Ausblick von Martin Theben, Partner und Leiter des PWC-Bereichs „Industrielle Produktion".

Die gesamte Studie von PWC finden Sie hier.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42491019 / Management)