Projekt „Rheines Wasser“

Chemie-Professor will kompletten Rhein durchschwimmen und beproben

23.07.14 | Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Andreas Fath ist Professor an der Hochschule Furtwangen und unterrichtet u.a. Chemische Verfahrenstechnik, Umwelttechnik sowie Physikalische Chemie und Analytik. Der Leistungssportler will in diesem Sommer den Rhein durchschwimmen und Wasserproben ziehen.
Andreas Fath ist Professor an der Hochschule Furtwangen und unterrichtet u.a. Chemische Verfahrenstechnik, Umwelttechnik sowie Physikalische Chemie und Analytik. Der Leistungssportler will in diesem Sommer den Rhein durchschwimmen und Wasserproben ziehen. (Bild: Hochschule Furtwangen, Projekt Rheines Wasser)

Andreas Fath ist Chemiker und Schwimmer, diesen Sommer verbindet er beide Leidenschaften. Der Professor der Hochschule Furtwangen durchschwimmt den Rhein von der Quelle bis zur Mündung, um die Wasserqualität zu untersuchen.

„Ein bisschen verrückt bin ich schon“, lacht Andreas Fath, Professor für Physikalische Chemie und Analytik mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik an der Hochschule Furtwangen (HFU). Das muss er auch sein, denn der Chemiker will in diesem Sommer den Rhein von der Quelle bis zur Mündung durchschwimmen. Ein Vorhaben, das bislang nur der Bonner Klaus Pechstein im Jahr 1969 geschafft hat. Der Schweizer Ernst Bromeis musste 2012 seinen Versuch abbrechen.

Doppelte Herausforderung

Seit einem Jahr bereitet sich Professor Fath, der seit den 80er Jahren Langstreckenschwimmen erfolgreich als Leistungssport betreibt und 2012 in seiner Altersklasse Deutscher Meister wurde, intensiv auf das Rheinschwimmen vor. Dabei geht es ihm, wie der Projekttitel „Rheines Wasser“ schon deutlich macht, eigentlich gar nicht so sehr um die sportliche Herausforderung.

„Als Langstreckenschwimmer habe ich eine geradezu leidenschaftliche Beziehung zum Wasser entwickelt, die auch mein besonderes Interesse als Wissenschaftler an diesem Element begründet hat“, berichtet er. „Natürlich stellt mich der Fluss auf die Probe, aber auch ich werde den Rhein beproben, weil mich interessiert, wie es um die Güte des Flusswassers von den Alpen bis zur Nordsee bestellt ist.“

Für effektiven Gewässerschutz sensibilisieren

Dabei ist es auch ein Ziel des Vorhabens, die hohe öffentliche Aufmerksamkeit zu nutzen, um das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Kostbarkeit der Ressource Wasser und einen effektiven Gewässerschutz zu stärken. Auf 1231 Flusskilometern wird Fath den Rhein beproben. Eine Analyse, die es in dieser Form noch nie gegeben hat.

Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Furtwangen sowie Partnern vom Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe, dem Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland, der Universität Bayreuth, der Schweizer Eawag und dem niederländischen Wetsus Institut wird der Professor das Wasser des Rheins unter verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen analysieren.

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