Übernahme

Merck will für 13 Mrd. Euro Sigma-Aldrich kaufen

22.09.14 | Redakteur: Marc Platthaus

Rakesh Sachdev (l.), Vorsitzender des Vorstands von Sigma-Aldrich und Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck
Rakesh Sachdev (l.), Vorsitzender des Vorstands von Sigma-Aldrich und Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck (Bild: Merck)

Nach dem Kauf von Millipore vor vier Jahren plant Merck den nächsten großen Zukauf in der Life-Science-Industrie. Für rund 13 Mrd. Euro will das Darmstädter Unternehmen den amerikanischen Hersteller von chemischen, biochemischen und pharmazeutischen Forschungsmaterialien Sigma-Aldrich übernehmen.

Darmstadt, St. Louis/USA – Merck und Sigma-Aldrich haben am 22. September den Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme von Sigma-Aldrich für 17,0 Mrd Dollar (13,1 Mrd Euro) bekannt gegeben. Durch die Zusammenführung entsteht einer der führenden Anbieter in der weltweit 130 Mrd Dollar großen Life-Science-Industrie, heißt es in einer Pressemitteilung. Merck wird alle ausstehenden Anteile an Sigma-Aldrich für 140 Dollar je Aktie in bar erwerben.

Der vereinbarte Preis entspricht einem Aufschlag von 37% auf den letzten Schlusskurs der Aktie von 102,37 Dollar am 19. September 2014 und einer Prämie von 36% auf den durchschnittlichen Schlusskurs des vorhergehenden Monats.

Synergien von jährlich 260 Mio Euro erwartet

Merck rechnet mit jährlichen Synergien von rund 260 Mio. Euro (rund 340 Mio. Dollar), die innerhalb von drei Jahren nach Vollzug der Transaktion voll realisiert werden sollen. „Diese Transaktion markiert einen Meilenstein in unserem Transformationsprogramm, das darauf abzielt, unsere drei Geschäfte in den nächsten Jahren zu starken Wachstumsplattformen auszubauen“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Für unser Life-Science-Geschäft ist die Übernahme sogar mehr als das – sie ist ein Quantensprung. In einer globalen Schlüsselindustrie haben sich zwei Unternehmen gefunden, die perfekt zueinander passen und den Kunden in Forschung und Wissenschaft, Pharma - und Biopharmaherstellung, Diagnostik und Testlabors ein sehr viel breiteres Produktangebot anbieten können. Durch die Zusammenführung sichern wir uns stabiles Wachstum und Profitabilität in unserem Life-Science-Geschäft und profitieren darüber hinaus von Trends wie der zunehmenden Globalisierung von Forschung und Pharmaproduktion. Außerdem schaffen wir uns weitere Spielräume, um künftig noch stärker in Innovationen investieren zu können. Den Aktionären von Sigma-Aldrich unterbreiten wir ein sehr gutes Angebot, das ihnen eine attraktive und sichere Rendite auf ihr Investment bietet.“

Rakesh Sachdev, Vorsitzender des Vorstands von Sigma-Aldrich, sagte: „Wir freuen uns sehr, unsere Kräfte mit Merck zu bündeln – einem großartigen Unternehmen. Das gemeinsame Unternehmen bietet seinen Kunden bedeutende Vorteile, beispielsweise ein breiteres, komplementäres Produkt - und Dienstleistungsangebot, mehr Möglichkeit e n , in bahnbrechende Innovationen zu investieren, einen noch besseren Kundenservice sowie eine führende E - Commerce - und Vertriebsplattform in der Industrie. Diese Transaktion ist ein klarer Beweis für unsere erfolgreiche Entwicklung zu einem kunden- und lösungsorientierten Unternehmen, die Stärke unserer Marke und die Leistungsfähigkeit unserer 9.000 Mitarbeiter weltweit. Wir sind davon überzeugt, dass die Transaktion aufgrund der beachtlichen Übernahmeprämie für unsere Aktionäre sehr attraktiv ist und auch unseren Mitarbeitern zugutekommt, die von einer größeren, globaleren Organisation profitieren können.“

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