Konferenz

Gerüchen und Emissionen von Kunststoffen auf der Spur

11.02.16 | Redakteur: Doris Popp

Experten und Anwender treffen sich in Kassel, um über Geruch und Emission bei Kunststoffen zu diskutieren. Im Bild zwei Anwender bei der Arbeit an einem olfaktorischen Detektor.
Experten und Anwender treffen sich in Kassel, um über Geruch und Emission bei Kunststoffen zu diskutieren. Im Bild zwei Anwender bei der Arbeit an einem olfaktorischen Detektor. (Bild: Guido Deußing)

Am 7./8. März 2016 treffen sich Experten und Anwender in Kassel, um auf der „18th Conference Odour and Emissions of Plastic Materials“ über Geruch und Emission bei Kunststoffen zu diskutieren.

Kassel – Kern und roter Faden der zweitägigen, seit 1999 turnusmäßig jedes Jahr durchgeführten Konferenz „Odour and Emissions of Plastic Materials“ bilden Vorträge von Anwendern, die sich in ihrer Praxis mit der Bestimmung von Gerüchen, Fehlgerüchen und Emissionen aus Kunststoffen und anderen Materialien beschäftigen. Flankiert werden die Wort- und Posterpräsentationen durch eine Ausstellung von Unternehmen, die sich auf die Untersuchung und Bestimmung von zum Beispiel Polymeren, Additiven und Materialemissionen spezialisiert haben, darunter u.a. namhafte Analysengerätehersteller. Die Konferenz richtet sich an Anwender und Hersteller sowie Kunden, die Kunststoffe in Innenräumen einsetzen, insbesondere die Autoindustrie und deren Zulieferer, Möbelhersteller, Wohnwagen- und Wohnmobilhersteller, die Recyclingindustrie sowie an alle Interessierte, die Kunststoffe herstellen, weiterverarbeiten oder untersuchen. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch, Simultanübersetzung ist vorgesehen.

Die zwei Konferenztage umfassen insgesamt 20 Vorträge von Experten und Anwendern aus der Praxis. An Tag eins erfahren die Teilnehmer u.a. Details über den Abschluss der Pilotphase für die Einführung der Geruchsprüfung in das AgBB-Schema. Es wird von aktuellen Harmonisierungsansätzen bei Prüfmethoden, Bewertungskonzepten und Grenzwerten in der Bestimmung der Luftqualität im Fahrzeuginnenraum die Rede sein, ebenso davon, wie sich Qualität und Sicherheit von Lebensmittelverpackungen unter Einsatz elektronischer Nase gewährleisten lassen. Es geht um Mikroextraktionstechniken für die Entnahme leichtflüchtiger Verbindungen sowie um die Frage, ob Fehlgerüche in Kinderprodukten nur die Nase stören oder vielleicht sogar Quelle möglicher weiterer physiologischer Effekte sein können.

Tag zwei beginnt mit einem Vortrag über das Emissionsverhalten von PP-Talkum-Compounds während der Spritzgießverarbeitung. Referiert wird über die Analyse des Temperprozesses von Flüssigsilikonkautschuk, über die Bewertung des Geruchs mit Naturfarbstoffen beschichteter Baumwollgewebe sowie über die sensorische Bewertung von Bauprodukten. Ferner wird thematisiert, wie Geruchswahrnehmungsschwellen ermittelt werden und wie sich Geruchsstoffe in der Innenraumluft mittels statistischer Akzeptanzschwellen beurteilen lassen. Warum empfinden wir manche Gerüche als angenehm, andere als unangenehm? Dies ist die zentrale Frage eines weiteren Vortrags, eine andere, wie sich elektronische Nasen einsetzen lassen, um Substanzen zu erkennen, Geruchsstandorte zu unterscheiden und Prozesse zu steuern.

Eine detaillierte Übersicht der zweitägigen Konferenz in Kassel bietet das Programm der Veranstaltung. Für Rückfragen steht Dipl.-Ing. Susanne Wolff vom Institut für Werkstofftechnik/Kunststofftechnik der Universität Kassel unter Telefon: +49-561-804-3687 oder per E-Mail: Susanne.wolff@uni-kassel.de zur Verfügung.

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