Rekordjahr 2015

Life Science wird zum Wachstumsmotor für Merck

09.03.16 | Redakteur: Wolfgang Ernhofer

„Merck ist mit der Akquisition von Sigma-Aldrich, der größten Übernahme in unserer Firmengeschichte, zu einem der größten Life-Science-Anbieter der Welt aufgestiegen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Karl-Ludwig Kley.
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„Merck ist mit der Akquisition von Sigma-Aldrich, der größten Übernahme in unserer Firmengeschichte, zu einem der größten Life-Science-Anbieter der Welt aufgestiegen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Karl-Ludwig Kley. (Bild: Merck)

Merck hat das Jahr 2015 mit Rekordzahlen abgeschlossen. Umsatz und Ebitda vor Sondereinflüssen liegen so hoch wie noch nie in der beinahe 350-jährigen Geschichte des Unternehmens. Haupttreiber des Erfolgs ist die Life-Science-Sparte.

Darmstadt – „2015 war nicht nur ein ereignisreiches Jahr für Merck, sondern vor allem ein erfolgreiches. Wir sind erneut profitabel gewachsen. Mit der Akquisition von Sigma-Aldrich haben wir den Portfolio-Umbau der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen. In der Immunonkologie haben wir sechs zulassungsrelevante Studien gestartet. Forschungsfortschritte und richtungsweisende Investitionen in allen Unternehmensbereichen bilden das Fundament für zukünftige Erfolge. Und unser neuer Markenauftritt zeigt, was Merck ausmacht – denn er ist bunt und voller Energie“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Die Umsatzerlöse des Konzerns wuchsen 2015 kräftig um 13 % auf 12,8 Milliarden Euro (2014: 11,4 Milliarden Euro). Dabei wirkten sich die Akquisitionen von AZ Electronic Materials (AZ) und Sigma-Aldrich mit 4,3 % auf das Umsatzwachstum aus. Auch organisch erzielte Merck 2,6 % mehr Umsatz als im Vorjahr. Günstige Währungseffekte, vor allem bedingt durch die Stärke des Dollar, trugen mit 6,2 % zum Umsatzwachstum bei.

Ebitda steigt deutlich um 7,1 %

Das operative Ergebnis (Ebit) stieg um 4,6 % auf 1,8 Milliarden Euro (2014: 1,8 Milliarden Euro). Das Ebitda vor Sondereinflüssen, die wichtigste Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, wuchs um 7,1 % auf 3,6 Milliarden Euro und lag, getragen von den Unternehmensbereichen Life Science und Performance Materials, deutlich über dem Vorjahr (2014: 3,4 Milliarden Euro).

Das den Merck-Anteilseignern zustehende Konzernergebnis sank 2015 indes um 3,7 % und liegt bei 1,1 Milliarden Euro (2014: 1,2 Milliarden Euro). Hierzu trugen Einmalaufwendungen im Zuge der Sigma-Aldrich-Akquisition und -Integration sowie höhere Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Übernahme bei.

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen stieg um 5,9 % auf 4,87 Euro (2014: 4,6 Euro). Der Hauptversammlung am 29. April 2016 wird vorgeschlagen, die Dividende um 5 Cent auf 1,05 Euro je Aktie zu erhöhen.

Somit konnte Merck seine Prognose für 2015 hinsichtlich Umsatz, Ebitda vor Sondereinflüssen und Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen bestätigen oder übertreffen.

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