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Auszeichnung

Phil S. Baran erhält Wilhelm-Manchot-Forschungsprofessur

| Redakteur: Doris Popp

Prof. Kai-Olaf Hinrichsen, Prof. Dr. Phil S. Baran, Dr. Tanja Gulder, Prof. W.A. Herrmann (v.l.n.r.) bei der Verleihung der Wilhelm-Manchot-Forschungsprofessur 2017 am 6. Juli 2017.
Prof. Kai-Olaf Hinrichsen, Prof. Dr. Phil S. Baran, Dr. Tanja Gulder, Prof. W.A. Herrmann (v.l.n.r.) bei der Verleihung der Wilhelm-Manchot-Forschungsprofessur 2017 am 6. Juli 2017. (Bild: Andreas Battenberg / TUM)

Die Chemie-Fakultät der Technischen Universität München (TUM) und die Jürgen-Manchot-Stiftung haben dem Chemiker Prof. Phil S. Baran die Wilhelm Manchot-Forschungsprofessur 2017 verliehen.

München – Mit der Auszeichnung würdigt die TUM seine wegweisenden Arbeiten zu organischen Reaktionen für Herstellung und Variation von Naturstoffen, wie sie beispielsweise für die Entwicklung neuer Medikamente gebraucht werden.

Phil S. Baran, Professor am „The Scripps Research Institute“ (TSRI) im kalifornischen La Jolla, beschreibt seine Arbeit als die Suche nach der idealen Synthese. Diese soll auf möglichst viele verschiedene Molekülvariationen anwendbar sein, günstige Ausgangsstoffe verwenden, robust sein gegenüber Verunreinigungen und Störungen, und die Produkte sollen sich leicht auch in größeren Mengen herstellen lassen.

In seinem Bestreben der „idealen Synthese“ möglichst nahe zu kommen, etablierte er u.a. den Late-State-Functionalization-Ansatz in der Totalsynthese von Naturstoffen. Ausgehend von bereits vorhandenen Molekülgerüsten führt er mit dieser Strategie effizient neue funktionelle Gruppen ein. Voraussetzung dafür sind eine Vielzahl neuer Reaktionstypen, die von ihm und seinen Mitarbeitern entwickelt wurden.

Neue Reaktionswege für die pharmazeutische Entwicklung

„Es kann kein edleres Unterfangen geben, als die Entwicklung neuer Medikamente;“ sagt Prof. Baran. Seine Grundlagenforschung hat daher das erklärte Ziel, neue Reaktionswege für die pharmazeutische Entwicklung zu erschaffen. Vor allem die Synthese und Variation von Naturstoffen vieler Arbeitsgruppen weltweit profitiert von den innovativen Ansätzen, die in seiner Arbeitsgruppe entwickelt wurden.

„Neben der Grundlagenforschung ist sein Ziel immer auch, etwas zu schaffen, was viele nutzen werden“, sagte Dr. Tanja Gulder, die als Postdoc in seiner Gruppe mitarbeitete und heute Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe in der Fakultät für Chemie der TU München ist. „Viele der in seinem Labor entwickelten Reagenzien sind bereits im Handel und werden weltweit genutzt.“

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