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Meilenstein Laborsicherheit

 Ausgezeichneter Arbeitsschutz von A bis Z

| Autor / Redakteur: Guido Deußing* / Marc Platthaus

Abb.1: Blick in die 2017 gegründete Lab Excellence Academy für die Weiterbildung im Bereich der Laborsicherheit.
Abb.1: Blick in die 2017 gegründete Lab Excellence Academy für die Weiterbildung im Bereich der Laborsicherheit. (Bild: Berner International/Graeme Fordham)

In vielen Laboratorien gehört der Umgang mit pathogenen Keimen und gesundheitsschädlichen Stoffen zum Tagesgeschäft. Um das Laborpersonal vor Schaden zu bewahren, sind Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Zu den zentralen Komponenten des Schutzkonzepts zählen Sicherheitswerkbänke und die persönliche Schutzausrüstung – beides Schwerpunkte von Berner International, die bei ihren mehrfach ausgezeichneten Lösungen „Made in Germany“ Wert auf höchste Qualität, Ergonomie und innovatives Design legt.

Auf die richtige Verschleierungstaktik kommt es nicht nur bei geheimen militärischen Operationen an, sondern auch in pharmazeutischen und biologischen Laboratorien, in denen das Personal darauf gedrillt ist, mit pathogenen Keimen und gesundheitsgefährdenden Stoffen umzugehen. Damit der Umgang mit gefährlichen Krankheitserregern oder Zellgiften, zu denen die in der Krebsbehandlung eingesetzten Zytostatika gehören, für das Laborpersonal folgenlos bleibt, fordert der Gesetzgeber die Einhaltung präventiver Schutzmaßnahmen. Dazu gehören Sicherheitswerkbänke, die ein sicheres Hantieren in geschützter Umgebung erlauben. Und dazu gehört die dem Gefährdungspotenzial angepasste persönliche Schutzausrüstung (PSA), bestehend aus etwa der Atemschutzmaske, Schutzbrille, Sicherheitsbekleidung und den Schutzhandschuhen.

Berner International GmbH ist ein führender Anbieter hochwertiger PSA. Das im norddeutschen Elmshorn ansässige Unternehmen setzt zudem Maßstäbe in der Konzeption, Entwicklung und Produktion von Sicherheitswerkbänken und Isolatoren für pharmazeutische und biologische Anwendungen. Der Erfolg, den Berner mit seinen Lösungen „Made in Germany“ hat, dokumentiert durch Nominierungen und Auszeichnungen für u.a. Energieeffizienz, Produktdesign und Ergonomie, gab den Ausschlag, das Unternehmen mit dem Meilenstein-Award in der Kategorie „Laborsicherheit“ auszuzeichnen.

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Gründer und Namensgeber der Firma war der Schwede Erling Berner (1912 bis 1993). Der Ingenieur, Inhaber einer vom Vater in Göteborg gegründeten Dämmstofffabrik, hatte sein berufliches Schaffen vor allem der Kühl-, Klima- und Entfeuchtungstechnik gewidmet. In den 1950er-Jahren gründete er mehrere Firmen, die auf diesem Gebiet arbeiteten. Sein Unternehmen in den USA beschäftigte sich mit der Entwicklung und Herstellung so genannter Luftschleier, auch Lufttüren genannt, wie man sie aus dem Eingangsbereich von Kaufhäusern her kennt und die damals sehr in Mode kamen. Das Funktionsprinzip eines Luftschleiers lässt sich vereinfacht wie folgt beschreiben:

Ein laminarer, d.h. gleichmäßiger, nicht turbulenter Luftstrom wird vertikal von der Decke herabgeführt. Entlang des Luftstroms bildet sich zu beiden Seiten eine Grenzschicht, die, einem physikalischen Prinzip folgend, einen natürlichen Luft- und Wärmeaustausch, wie er bei geöffnetem Fenster und bestehendem Temperaturgefälle durch Zugluft spürbar wird, verhindert. Es entsteht eine Art Schleuse, die man aktiv durchbrechen kann, die aber den Austausch von Luftmassen entlang des Weges unterbindet. In Kühlhäusern etwa werden Luftschleiertüren genutzt, um warme und kalte Bereiche offen passierbar zu machen – ohne nennenswerten Verlust von erzeugter Warm- bzw. Kaltluft.

Zytostatika in geschützter Atmosphäre herstellen

Die Idee, Luft wirtschaftlich zu nutzen, schlug sich im Namen der Firma nieder, die Erling Berner im Jahr 1980 in Hamburg gründete: Die „Berner Air Economy GmbH“ firmierte allerdings schon nach zwei Jahren um in ihre noch heute gültige Bezeichnung „Berner International GmbH“, vermutlich der Tatsache Rechnung tragend, dass man mit laminaren Luftströmen nicht nur Energie sparen kann: Luftschleier halten nämlich auch luftgetragenen Staub, flüchtige Schadstoffe oder Keimen davon ab, in hygienisch sensible Bereiche einzudringen. In Krankenhäusern hatte die Berner Air Economy GmbH bereits zahlreiche Umluftgeräte installiert.

Anfang der 1980er-Jahre klagten die Berufsverbände der Versicherer, die Art, wie Zytostatika hergestellt würden, stelle ein Risiko für das Laborpersonal dar. Handschuhe allein, warnten sie, bewahrten das Laborpersonal nicht davor, mit zelltoxischen Substanzen, die mit der Luft aufgewirbelt würden, in Berührung zu kommen. Zytostatika wurden zur damaligen Zeit mehr oder weniger unter ungeschützten Bedingungen offen auf Labortischen zubereitet. Der Ruf nach mehr Arbeitsschutz und Hygiene wurde laut.

Der Ingenieur für Produktionstechnik Jürgen Eckert, damals Prokurist bei Berner, ein Mann der ersten Stunden, erkannte schnell, wie das Unternehmen seine Expertise einsetzen könnte, um den Forderungen der Berufsverbände, die inzwischen an einer Sicherheitsnorm für die Herstellung von Zytostatika arbeiteten, gerecht zu werden. Die Lösung bestand ganz einfach darin, den Herstellungsprozess vom La­bortisch in einen geschützten Raum zu verlagern, vergleichbar jenem, in dem man pathogene Keime zu handhaben pflegte. Auf diese Weise könnten, war der Grundgedanke, weder toxische Wirkstoffe Mensch und Umwelt gefährden, noch Fremdstoffe aus der Umgebungsluft das Pharmazeutikum kontaminieren.

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