Worldwide China

Sparte für Laborglas

131 Millionen Dollar für das Life-Science-Geschäft

| Redakteur: Matthias Back

„Die Produktion von Laborglas ist nicht unser Kerngeschäft und weist wenige Synergien damit auf”, begründet Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG, den anstehenden Verkauf.
„Die Produktion von Laborglas ist nicht unser Kerngeschäft und weist wenige Synergien damit auf”, begründet Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG, den anstehenden Verkauf. (Bild: Wardeski Photography/Gerresheimer)

Gerresheimer und Chase Scientific Glass werden ihr Joint-Venture Kimble Chase an die Duran Gruppe, ein Unternehmen der Beteiligungsgruppe One Equity Partners, verkaufen. Mit einem Abschluss der Transaktion ist frühestens am Jahresende zu rechnen.

Der strategische Fokus von Gerresheimer liegt auf der Herstellung von pharmazeutischen Verpackungen und Produkten zur Verabreichung von Medikamenten. Dieser Strategie folgend hat Gerresheimer heute angekündigt, seine Laborglassparte an die Duran Gruppe, eine Beteiligungsgruppe von One Equity Partners, zu verkaufen.

„Wir sind ein führender und globaler Hersteller von pharmazeutischen Verpackungen und Produkten zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. Die Produktion von Laborglas ist nicht unser Kerngeschäft und weist wenige Synergien damit auf. Zusammen mit unserem Joint-Venture-Partner Chase Scientific Glass haben wir deshalb beschlossen, das Laborglasgeschäft zu verkaufen“, erklärt Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender von Gerresheimer.

Sinkender Umsatz in der Laborglassparte

Kimble Chase Life Science and Research Products mit Verwaltungssitz in Rockwood, Tennessee/USA, stellt Spezialglasprodukte für Labore und wissenschaftliche Einrichtungen her. Das Produktportfolio für Forschung, Entwicklung und Analytik umfasst wiederverwendbare Laborglasprodukte wie Bechergläser, Erlenmeyerkolben, Messzylinder sowie Laboreinwegartikel wie Reagenzgläser, Pipetten, Chromatografie-Fläschchen und weitere Speziallaborgläser. Kimble Chase beschäftigt rund 760 Mitarbeiter weltweit. Produktionsstätten von Kimble Chase befinden sich in Rockwood, Tennessee/USA, in Rochester, New York/USA, in Queretaro in Mexiko, in Meiningen in Deutschland und in Peking in China.

Der Umsatz von Kimble Chase betrug im Geschäftsjahr 2015 100,7 Millionen Euro. Das Unternehmen verkauft seine Produkte mehrheitlich in Nordamerika. Kimble Chase wurde 2007 aus der Zusammenlegung der jeweiligen Laborglassparten als Joint-Venture von Gerresheimer (51 Prozent) und Chase Scientific Glass, Inc. (49 Prozent) gegründet. Der Umsatz der Laborglassparte ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 um 2,6 Prozent auf 47,8 Millionen Euro gesunken.

Der Kaufpreis beträgt 131 Millionen Dollar. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt wettbewerbsrechtlicher Prüfungen.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke devicemed.

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