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Konferenzrückblick 15. Confocal-Raman-Imaging-Symposium in Ulm

| Redakteur: Doris Popp

Das Confocal-Raman-Imaging-Symposium fand vom 24. bis 26. September 2018 zum 15. Mal in Ulm statt. Der Mikroskophersteller Witec hatte Forscher, Ingenieure und Wissenschaftler eingeladen, sich über die neuesten Entwicklungen der konfokalen Raman-Mikroskopie auszutauschen.

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Teilnehmer des 15. Confocal-Raman-Imaging-Symposium in Ulm.
Teilnehmer des 15. Confocal-Raman-Imaging-Symposium in Ulm.
(Bild: Witec)

Ulm – Mit über 100 Teilnehmern aus zahlreichen Ländern war die internationale Konferenz auch in diesem Jahr sehr gut besucht. Experten und Einsteiger nehmen seit Jahren die Möglichkeit war, ihr Wissen über moderne Raman-Mikroskopie aufzufrischen und zu erweitern. Dafür gab es genügend Gelegenheit bei Vorträgen und Posterbeiträgen, aber auch im direkten Gespräch mit anderen Konferenzteilnehmern. Namhafte Sprecher aus Wissenschaft und Industrie informierten das Publikum über Forschungsergebnisse in ihrem Fachgebiet. Zudem konnten die Teilnehmer ihre Arbeiten auf Postern präsentieren und miteinander diskutieren. Ergänzt wurde das Programm durch Vorführungen der neuesten konfokalen Raman-Mikroskope. Auch der Humor kam beim Abendvortrag des Wissenschafts-Komikers und Physikers Vince Ebert nicht zu kurz.

Zum Auftakt des Symposiums hielt Sebastian Schlücker (Universität Duisburg-Essen, Deutschland) einen Vortrag über die theoretischen Grundlagen der Raman-Spektroskopie und gab Einblicke in spezielle Raman-Techniken zur Erhöhung der Auflösung und Verstärkung des Raman-Signals.

Olaf Hollricher (Witec GmbH, Ulm, Deutschland) informierte über die technischen Möglichkeiten der Raman-Mikroskope und erklärte, wie durch die passenden Geräte-Konfigurationen die Ergebnisse verbessert werden können.

Katarzyna Marzec (Jagiellonian Universität, Krakau, Polen) präsentierte ihre Arbeit über korrelative Raman-Mikroskopie in der biomedizinischen Forschung. Marzec und Kollegen verwenden die konfokale Raman-Mikroskopie in Kombination mit Rasterkraft-, Nahfeld- oder Fluoreszenz-Mikroskopie. Sie analysieren biologische Gewebe und Zellen, um Erkrankungen wie Arteriosklerose, Krebs und Malaria besser zu verstehen und behandeln zu können.

Der zweite Symposiumtag startete mit der Vortragsreihe Nanotechnologie und neue Materialien. In den Vorträgen von Dirk Guldi (Universität Erlangen, Deutschland) und Bo Peng (Universität für Elektronische Wissenschaft und Technologie, Chengdu, China) wurden Forschungsarbeiten zur Verbesserung der Materialeigenschaften von Graphen, Wolframdisulfid und Molybdändisulfid behandelt. Diese leitenden Nanomaterialien sollen zukünftig in elektronischen Geräten Anwendung finden.

Als Resümee des Symposiums gaben die Teilnehmer an, dass sowohl die Inhalte als auch die Durchführung des Symposiums überzeugt haben. Viele haben bereits für nächstes Jahr ihre Teilnahme angekündigt.

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