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Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“

1,5 Milliarden Euro für Nachhaltigkeitsforschung

| Redakteur: Manja Wühr

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka betankt ihren Dienstwagen mit einem Kraftstoff aus Kohlendioxid.
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka betankt ihren Dienstwagen mit einem Kraftstoff aus Kohlendioxid. (Bild: BMBF/Rickel)

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat das neue Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (Fona3) vorgestellt. Neu sind die Themenfelder Zukunftsstadt, Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften.

Berlin, Bonn – Das Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (Fona) ist die zentrale Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum globalen Wandel, zum nachhaltigen Wirtschaften und zu sozialökologischen Fragen. Nun hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das neue Rahmenprogramm Fona3 vorgestellt. Es soll sich für weitere fünf Jahre u.a. auch den neuen Themenfeldern Zukunftsstadt, Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften widmen. Forschungsvorhaben werden in Zukunft fächerübergreifend und stärker anwendungsorientiert ausgerichtet sein, Akteurs- und Nutzergruppen frühzeitig in die Themenfindung eingebunden werden.

Ein Erfolg des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltigkeit“ ist der Bau und Testbetrieb einer Demonstrationsanlage zur Herstellung von Treibstoff auf CO2-Basis. Zur Vorstellung von Fona3 wurde der Dienstwagen der Bundesministerin mit den ersten Litern dieses aus CO2, Wasser und erneuerbarer Energie hergestellten synthetischen Diesels betankt. Mit dem Beginn der Treibstoffproduktion hat diese hoch innovative Technologie zur chemischen Nutzung von CO2 einen weiteren Schritt Richtung Anwendung gemacht.

CO2 als Rohstoff

Im Rahmen von Fona3 wird den kommenden Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in die weitere Erneuerung der Forschungsflotte und Großgeräte für die Klimaforschung investiert, unter anderem den neuen Höchstleistungsrechner zur Klimamodellierung. Die Projektförderung für die Nachhaltigkeitsforschung wird ausgebaut, dafür stehen in den kommenden fünf Jahren mehr als 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. „Neuerungen aus der Forschung wollen wir bis zur Anwendung hin unterstützen – denn entscheidend ist nicht nur, was wir wissen, sondern was wir umsetzen“ sagte Wanka.

Die Vorstellung von Fona3 fand anlässlich der internationalen Abschlusskonferenz der Fördermaßnahme: „Technologien für die Nachhaltigkeit: Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO2“ statt. Auf der Konferenz wurden Forschungsergebnisse und Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorgestellt, die zeigen, wie in der chemischen Industrie CO2 als Rohstoff künftig genutzt werden kann. Neben dem synthetischen Diesel sind Schaumstoffe für Dämmungen und Matratzen auf CO2 Basis ein weiteres Produkt, für das eine Anwendung in Reichweite ist. Auch die Fördermaßnahme für die Nutzung von CO2 als Rohstoff wird aufgrund dieser guten und stark anwendungsorientierten Ergebnisse fortgesetzt werden.

„Mit solchen Beispielen verbindet sich Nachhaltigkeit mit technischer und gesellschaftlicher Innovation“, so Wanka in ihrer Eröffnungsrede der Konferenz. „Gelingt es uns, CO2 breit als Rohstoff einzusetzen, leisten wir einen großen Beitrag zu Klimaschutz, Energiewende und Ressourceneffizienz und ebnen den Weg hin zu einer „Green Economy“.

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