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Fördermittel Nachwachsende Rohstoffe 160 Millionen Euro für Projekte zu nachwachsenden Rohstoffen

| Redakteur: Manja Wühr

Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat ihren Geschäftsbericht vorgelegt. Danach betreute die FNR 2011 insgesamt 435 Projekte mit einem Fördervolumen von knapp 160 Millionen Euro.

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Aufteilung laufender NFR-Projekte nach Bereichen (Stand 30.06.2011) (Quelle: NFR)
Aufteilung laufender NFR-Projekte nach Bereichen (Stand 30.06.2011) (Quelle: NFR)

Gülzow-Prüzen – Mit rund 43 Prozent erhielten Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum Thema Bioenergie den größten Anteil der isgesamt 160 Millionen Euro Fördermittel. Für Vorhaben aus dem chemisch-technischen Bereich wurden 39 Prozent aufgewendet und 18 Prozent entfielen auf sonstige Maßnahmen, insbesondere auf Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation. Hierzu zählen die 25 Bioenergie-Regionen sowie 12 regionale Bioenergie-Beratungsprojekte, die sich in erster Linie an Land- und Forstwirte wenden.

Zu den herausragenden Projekten zählte der Start eines Forschungsverbundes, der sich mit der Frage der Emission klimarelevanter Spurengase bei der Biogaserzeugung beschäftigt, insbesondere beim Anbau der Biomasse und der Ausbringung der Gärreste. Ein ähnliches Projekt für den Biokraftstoffsektor wurde im Berichtszeitraum abgeschlossen. Außerdem standen viele potenzielle Energiepflanzen auf dem Prüfstand: unter anderem Buchweizen, Quinoa, Sorghum, Pappeln, Wildpflanzen, Sonnenblumen und die Durchwachsene Silphie. Ein Meilenstein in der Strom- und Wärmeproduktion aus Festbrennstoffen ist die Holzvergasungsanlage der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm in Senden mit 15 MW Brennstoffwärmeleistung. Die Demonstrationsanlage setzt die hocheffiziente, aber noch sehr neue Technik der Holzvergasung ein. Im Berichtszeitraum konnte die mit 6,6 Millionen Euro vom BMELV geförderte Anlage in großen Teilen fertig gestellt werden, im Oktober ging sie in den Probebetrieb.

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