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Forschungsvorhaben CO2RRECT

18-Millionen-Euro-Initiative für die Nutzung von Kohlendioxid mittels regenerativer Energien

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RWE stellt Kohlendioxid aus Braunkohlekraftwerk zur Verfügung

Das im Rahmen des Projekts eingesetzte CO2 wird aus dem Braunkohlekraftwerk von RWE Power in Niederaußem (NRW) stammen. Dort betreibt der Stromerzeuger in seinem Innovationszentrum Kohle eine CO2-Wäsche, mit der das Kohlendioxid aus dem Rauchgas abgetrennt wird, sowie eine Verflüssigungsanlage, die den weiteren CO2-Transport ermöglicht. Im Rahmen des Projektes CO2RRECT ist RWE für die Entwicklung dynamischer Elektrolyse-Prozesse mitverantwortlich, die einen intelligenten und wirtschaftlichen Stromeinsatz durch Ausnutzung von Stromschwankungen bzw. Stromüberkapazitäten im Stromnetz gewährleisten sollen. Ziel ist es, eine Skalierung des Gesamtprozesses auf Demonstrationsmaßstab (MW-Anlage) bewerten und einleiten zu können.

Wasserelektrolyse-Technologie von Siemens

Siemens bringt in das Projekt CO2RRECT Know-how und Technologien im Bereich der Wasserelektrolyse ein. Eine Elektrolysetechnik mit der Fähigkeit hoher Dynamik ist Voraussetzung, um Schwankungen im Stromnetz glätten und Überkapazitäten nutzen zu können. Nur so ist eine wirtschaftliche Produktion von Elektrolyse-Wasserstoff möglich, der für die Nutzung von CO2 als chemischer Baustein erforderlich ist. Weitere Optimierungen zum Erreichen höherer Wirkungsgrade und höherer Arbeitstemperaturen sind ebenfalls vorgesehen. Eine 100 kW-Einheit in Containerbauweise wird aufgebaut, die dann im Projektverbund hinsichtlich Ihrer Eignung als dynamische Netzkomponente getestet werden soll.

MaterialScience bringt Expertise als Betreiber großtechnischer Elektrolyseure ein

Bayer MaterialScience verstärkt das CO2RRECT-Konsortium bei der CO2-Umsetzung und unterstützt durch Expertise als Betreiber großtechnischer Elektrolyseure. Als möglicher Endanwender wird weiterhin die wirtschaftliche und technische Realisierbarkeit in der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zu Endprodukten überprüft.

Die weiteren Konsortialpartner INVITE, RWTH Aachen, Universität Rostock, Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund, TU Dresden, Universität Stuttgart, Max-Planck-Gesellschaft, Karlsruhe Institute of Technology und TU Darmstadt bringen ihre Kompetenzen und Erfahrungen auf den Gebieten Katalyse, Verfahrenstechnik, Reaktor-Optimierung und ganzheitliche Prozessevaluierung ein.

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