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Lichtblattmikroskopsystem 3D-Fluoreszenz-Imaging großer lebender Proben mit geringer Lichtbelastung

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Neue Möglichkeiten, dynamische Prozesse in lebenden Organismen vollständig – auch über Tage hinweg – abzubilden liefert das neue Lichtblattmikroskopsystem Lightsheet Z.1 von Carl Zeiss.

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Mit Lightsheet Z.1 beobachten Forscher die Entwicklung ihrer Modellorganismen über Tage hinweg mit geringer Lichtbelastung und ohne Bleichen.
Mit Lightsheet Z.1 beobachten Forscher die Entwicklung ihrer Modellorganismen über Tage hinweg mit geringer Lichtbelastung und ohne Bleichen.
(Bild: Carl Zeiss Microscopy)

Die extrem geringe Lichtbelastung und die integrierte Inkubation ermöglichen dabei Einblicke in die Differenzierung von Zellgruppen, ohne die Probe zu beeinträchtigen. Besonders bei großen Objekten, wie Embryonen von Fruchtfliegen oder Zebrafischen, liefert das Lichtblattmikroskop mehr Informationen als etablierte Verfahren der Fluoreszenzmikroskopie.

Neue Perspektiven mit Multiview

Lightsheet Z.1 arbeitet mit einem aufgefächerten Lichtstrahl, dem sogenannten Lichtblatt, der die Probe durchstrahlt. Das Lichtblatt regt die Fluorophore nur in einer dünnen Ebene an. Dies schont die gesamte Probe. Die Bildaufnahme erfolgt im 90-Grad-Winkel zum Lichtblatt. Damit erzielt Lightsheet Z.1 schon bei sehr geringer Beleuchtungsintensität sehr gute Bildqualität und ist somit besonders gut für Langzeituntersuchungen lebender Proben geeignet. Durch verschiedene an die jeweilige Applikation angepasste Aufnahmestrategien – beispielsweise durch Rotation der Probe – entstehen Multiview-Bildstapel. Diese lassen sich durch mathematische Algorithmen zu 3D-Rekonstruktionen und Zeitraffer-Filmen verknüpfen.

Das Lichtblattsystem von Lightsheet Z.1 nutzt ein neues Optikkonzept, das Zylinder-Optik mit Laser Scanning verbindet. Anwender erhalten homogen ausgeleuchtete optische Schnitte von kompletten Untersuchungsobjekten.

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