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Lösungsmitteldämpfe

Abluftfilter in der HPLC – ein Faktencheck

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Beispiel-Berechnungen und Empfehlungen

Wie werden bei Bohlender die Filterstandzeiten berechnet? Als Ausgangssituation werden stets absolut dichte Systeme wie eine mit b.safe Waste Caps ausgerüstete HPLC-Anlage angenommen. Die aus dem Herstellprozess bekannten Füllmengen in den jeweiligen Filtergehäusen sowie die für jedes Lösungsmittel aus spezifischen Adsorptionsisothermen entnommenen Daten sind die Grundlage der Standzeitberechnungen, wobei zu beachten ist, dass jede Kalkulation nur für reines Lösungsmittel gilt.

Mit eine der wichtigsten Größen ist das durch den Abluftfilter im Laufe seiner Standzeit zu absorbierende Gasvolumen, welches sich aus der Flussrate der HPLC, deren Betriebsstunden pro Tag sowie der üblichen Betriebstage pro Arbeitswoche errechnet. Grundsätzlich orientieren sich all diese angenommenen Variablen an typischen Größen in der analytischen HPLC.

Die Vielzahl der errechneten Einzelwerte wird abschließend bewertet und in praxisgerechte Wechselintervalle (vierteljährlich, halbjährlich, jährlich) umgesetzt. Diese beinhalten aufgrund des gewählten Berechnungsverfahrens eine Sicherheitsreserve, so dass ein versehentlich überzogenes Filterwechselintervall nicht direkt negative Folgen nach sich zieht. Folgende Wechselintervalle können für folgende unterschiedliche Filtergrößen als Richtwert genommen werden:

  • Größe S: Standzeit 3 Monate
  • Größe M: Standzeit 6 Monate
  • Größe L: Standzeit 12 Monate

Bei deutlichen Abweichungen von den o. g. Variablen (z. B. 24/7-Dauerbetrieb oder deutlich höheren Flussraten, mehrere Anlagen pro Abfallkanister, semi- oder vollpräparative HPLC) sollte das System überdacht und Filterstandzeiten ggf. reduziert werden. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich mit dem Filterhersteller in Verbindung zu setzen.

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass Aktivkohlefilter Hexandämpfe nur in sehr geringem Maße aufnehmen können. Dies liegt einerseits an der sehr hohen Sättigungskonzentration von Hexan, sowie der verhältnismäßig schlechten Adsorptionsfähigkeit von Aktivkohle gegenüber Hexan.

Leider bedingt auch das oft ersatzweise verwendete Heptan geringfügig verringerte Filterstandzeiten. Sofern also hohe Anteile von Hexan/Heptan im Lösungsmittelgemisch vorliegen, empfiehlt es sich ebenfalls die Beratung durch den Hersteller in Anspruch zu nehmen.

* D. Werner, Bohlender GmbH, 97947 Grünsfeld

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