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1. Demografietag 2014 Ältere Arbeitnehmer – Bremsklötze oder Motor der Entwicklung?

Hält der Wirtschaftsstandort Deutschland im Zuge des demografischen Wandels Kurs? Sind ältere Arbeitnehmer Bremsklötze oder Motor der Entwicklung? Diese und andere Fragen behandelt der 1. Demografietag am 20. Mai 2014 auf der Kongressmesse Corporate Health Convention in Stuttgart.

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Neue Erkenntnisse aus der Forschung vermittelt Prof. Dr. Michael Falkenstein vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung.
Neue Erkenntnisse aus der Forschung vermittelt Prof. Dr. Michael Falkenstein vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung.
(Bild: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung)

Vom demografischen Wandel sei zwar häufiger die Rede, doch spreche eine derart intensive Aufbereitung der Thematik, wie sie jetzt beim 1. Demografietag auf der Corporate Health Convention erfolge, stehe jedoch für sich: Das vom DDN – Das Demographie Netzwerk gestaltete Programm kombiniert unterschiedlicher Informationsformate und Herangehensweisen: Ein Keynote-Vortrag, Fachreferate, eine Podiumsdiskussion, Best-Practice-Beispiele und informelle Gesprächsrunden beleuchten das hochaktuelle Handlungsfeld aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die Politik hat das Wort

Zum Auftakt hat die Politik das Wort: Ein Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bezieht Stellung zu der Frage, wie der Wirtschaftsstandort Deutschland mit einer im Durchschnitt kleineren und älteren Bevölkerung wettbewerbsfähig und innovativ bleiben kann.

In einer Podiumsdiskussion treffen die Sichtweisen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aufeinander: Wirtschaftjournalistin Margaret Heckel, Autorin von „Aus Erfahrung gut. Wie die Älteren die Arbeitswelt erneuern“, moderiert die hochkarätig besetzte Gesprächsrunde zum Umgang mit der alternden Gesellschaft. Mit von der Partie sind Rudolf Kast (DDN), Roland Bühler (Robert Bosch GmbH), Dr. Christian Kugelmeier (Health Vision GmbH), Dr. Heidrun Kleefeld (SAP AG), ein Vertreter des Bundesarbeitsministeriums und ein KMU-Praktiker.

Von Irrwegen zu Erfolgsrezepten – Margaret Heckel moderiert

Moderatorin Margaret Heckel, die schon 2011 auf einer „Demografiereise“ nach Lösungen für die alternde Gesellschaft suchte, ist auch an den Meinungen und Erfahrungen der Fachbesucher interessiert: Treffpunkt ist um 13 Uhr am Meeting Point: Interessenten sind herzlich eingeladen, ihre persönlichen Erlebnisse und praktischen Erkenntnisse zum Potenzial älterer Mitarbeiter im kleinen Kreis miteinander zu teilen.

Anschließend erwartet Dr. Christine Watrinet diskussionsfreudige Messebesucher zum Thema „Alternsgerechte und lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle“. Die Geschäftsführerin der Ars Serendi GbR und Aufsichtsrätin der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG möchte sich insbesondere zur betriebswirtschaftlichen Relevanz der Arbeitsgestaltung austauschen.

Gesundheitsmanagement 3.0 – Keynote von SAP-Direktorin Dr. Friederike Pleuger

Die Sichtweise eines Unternehmens, das bereits viele Erfahrungen auf dem Gebiet des Betrieblichen Gesundheitsförderung gesammelt hat, bringt Dr. Friederike Pleuger, Medical Director Germany der SAP AG, ein: Im Keynote-Vortrag „Gesundheit und Innovation – Gesundheitsmanagement 3.0“ macht sie plastisch, wie stark der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens von der individuellen und organisationalen Gesundheitsförderung abhängt.

Mit einem Best-Practice-Beispiel von der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG bereichert Manfred Seemann, Leitung Mitarbeiter- und Familienbetreuung, die Themenreihe: Der Automobilzulieferer verfügt über ein zielgerichtetes Sozial- und Gesundheitsförderung, um die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern. Innerbetriebliche Sozialberatung, umfassende medizinische Betreuung oder eigene Einrichtungen zur Kinderbetreuung zählen zu den Instrumenten, die das Familienunternehmen dazu einsetzt.

Förderung der geistigen Fitness bei älteren Beschäftigten

Neue Erkenntnisse aus der Forschung vermittelt Prof. Dr. Michael Falkenstein vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung: Der Wissenschaftlicher stellt die Ergebnisse des BMAS-geförderten Projekts PFIFF Maßnahmen zur Förderung der geistigen Fitness älterer Beschäftigter vor. Durch arbeitsbezogene Maßnahmen sowie durch Coping (Stressbewältigung) und Kognitives Training lasse sich erreichen, dass ältere Beschäftigte geistig und emotional fit blieben.

An Angeboten und Programmen zur Gesundheitsförderung herrscht kein Mangel – doch welche dieser Konzepte stiften tatsächlich einen langfristigen Nutzen? Dieser Frage geht Swen Grauer in seinem Beitrag „Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung“ nach. Der Geschäftsführende Gesellschafter von Integion erläutert dazu die Erfolgsfaktoren nachhaltiger Gesundheitsförderung anhand von Praxisbeispielen.

Erfolgsfaktor Betriebliches Gesundheitsmanagement

Eine Brücke vom demografischen Wandel zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) schlägt Dr. Michael Drupp. Der Leiter des AOK-Instituts für Gesundheitsconsulting sieht im BGM einen wichtigen strategischen Eckpfeiler, um das Renteneintrittsalter heben zu können – ein unumgänglicher Schritt zum Erhalt des hohen gesellschaftlichen Lebensstandards.

Bei Restrukturierungsmaßnahmen wie Schließungen, Personalabbau, Outsourcing, Off-Shoring, Fusionen, räumlichen Veränderungen oder gar einem Konkurs bleiben gesundheitliche Aspekte oft auf der Strecke. Prof. Dr. Karl Kuhn vom DDN - Das Demographie Netzwerk e. V. lenkt die Aufmerksamkeit auf diese spezielle Herausforderung, unter der nicht selten die Beschäftigungsfähigkeit der Betroffenen leidet. Der ddn betreibt darüber hinaus einen Stand mit mehreren Themeninseln, an dem informationssuchende Besucher willkommen sind.

Ein detaillierter Überblick über Programmpunkte und Vortragszeiten der neuen Themenreihe ist im unter Internet hinterlegt.

Über die Corporate Health Convention

Die Corporate Health Convention ist eine Ausstellungs- und Vernetzungsplattform zum Thema Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Auf der vierten europäischen Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie am 20. und 21. Mai 2014 in Stuttgart präsentieren mehr als 120 Aussteller ihre Produkte und Konzepte zum Erhalt der Leistungsfähigkeit.

Für das umfangreiche Programm an Vorträgen, Diskussionen und Best-Practice-Beispielen stehen drei Praxisforen und eine Aktionsfläche Training zur Verfügung. Eintrittstickets zur Corporate Health Convention berechtigen auch zum Besuch der Parallelveranstaltung Personal 2014 Süd, 15. Fachmesse für Personalmanagement.

Der Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal MM Maschinenmarkt.

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