Suchen

Entwicklung von Krebsmedikamenten Allianz zwischen Merck und Pfizer trägt Früchte

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die Zusammenarbeit von Merck und Pfizer nimmt Gestalt an. Das Lungenkrebsmedikament Xalkori wird ab Herbst über eine gemeinsame Vertriebsorganisation verkauft. Warum sich der gemeinsame Verkauf für beide Unternehmen lohnt.

Firmen zum Thema

Das US Headquarter von EMD Serono in Rockland, Massachusetts, USA.
Das US Headquarter von EMD Serono in Rockland, Massachusetts, USA.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Die im November geschlossene Zusammenarbeit von Merck und Pfizer mündet nun in eine konkrete Vereinbarung. Beide Unternehmen erklären, ab Herbst gemeinsam das Lungenkrebsmedikament Xalkori vermarkten zu wollen.

Den Anfang sollen die USA, Kanada, Japan und fünf europäische Länder (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien) im zweiten und dritten Quartal 2015 machen. In den USA und Kanada erfolgt die gemeinsame Vermarktung des Krebsmittels durch EMD Serono, der Marke, unter der das biopharmazeutische Geschäft von Merck in diesen beiden Märkten firmiert. Der nächste Schritt folgt 2016 und erstreckt sich auf China und die Türkei.

Laut Meldung erhält Merck für das Jahr 2015 eine Kostenerstattung für seine Vermarktungsaktivitäten. Ab 2016 werden Pfizer zu 80 Prozent und Merck zu 20 Prozent an den Gewinnen beteiligt. Das Co-Marketing ist für die USA, Kanada, Japan und die fünf genannten EU-Länder bis zum 31. Dezember 2020 befristet und für China und die Türkei vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2021. Pfizer wird die Umsätze in Ländern, in denen das Produkt gemeinsam mit Merck vertrieben wird, ausweisen.

Immunonkologie im Mittelpunkt

Diese Vermarktungskooperation folgt der im November 2014 bekannt gegebenen globalen strategischen Allianz zwischen Merck und Pfizer zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Avelumab, einem monoklonalen Anti-PD-L1-Antikörper, zur beschleunigten Entwicklung immunonkologischer Therapien für Krebspatienten. Im Rahmen dieser immunonkologischen Allianz soll zudem auch der PD-1-Antikörper von Pfizer weiter vorangetrieben werden.

Im Rahmen der globalen strategischen Allianz zwischen Merck und Pfizer wollen beide Unternehmen von ihren jeweiligen Stärken und Kompetenzen profitieren, um das therapeutische Potenzial von Avelumab weiter zu erforschen. Hierbei handelt es sich um einen in der Prüfung befindlichen Anti-PD-L1-Antikörper, der ursprünglich von Merck entdeckt und entwickelt wurde. Im Rahmen dieser immunonkologischen Allianz wollen die Unternehmen Avelumab gemeinsam entwickeln und vermarkten und den PD-1-Antikörper von Pfizer weiter vorantreiben. Dabei werden werden die Unternehmen bei der klinischen Prüfung von bis zu 20 klinischen Entwicklungsprogrammen hoher Priorität aus dem Bereich der Immunonkologie einschließlich Kombinationstherapien kooperieren. Viele dieser Studien sollen 2015 gestartet werden.

(ID:43306479)