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Förderung der Wasserstofftechnologie

Altmaier gibt Gewinner im Ideenwettbewerb ‚Reallabore der Energiewende‘ bekannt

| Redakteur: Alexander Stark

Am 18. Juli 2019 hat Minister Peter Altmaier die Gewinner der ersten Ausschreibungsrunde bekannt gegeben. Insgesamt prämiert das Bundeswirtschaftsministerium bundesweit 20 Konsortien, die Reallabore planen. Diese ausgewählten Sieger des Ideenwettbewerbs können in den kommenden Wochen und Monaten ihre Anträge für Fördermittel stellen. In die engere Auswahl kam neben dem Großelektrolyseur Leuna auch das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

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Bestehende Power-to-Gas-Anlage am Laufwasserkraftwerk Wyhlen am Hochrhein
Bestehende Power-to-Gas-Anlage am Laufwasserkraftwerk Wyhlen am Hochrhein
(Bild: Energiedienst/Folk)

Berlin – Das Bundeswirtschaftsministerium fördert im „Ideenwettbewerb Reallabore der Energiewende“ die Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab. Nun hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben. Mit den Reallaboren der Energiewende werden zukunftsfähige Energietechnologien unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab erprobt.

Einer der Gewinner ist das Power-to-Gas-Leuchtturmprojekt in Grenzach-Wyhlen in Baden-Württemberg. Dort will das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) an einer bereits bestehenden Power-to-Gas-Anlage die Erzeugung von regenerativem Wasserstoff und die anschließende sektorübergreifende Nutzung optimieren. Das Vorhaben mit dem Namen „H2 Wyhlen“ soll untersuchen, wie die Wasserstofferzeugung am Wasserkraftwerk Wyhlen in die weitere Energieinfrastruktur der angrenzenden Quartiere und Industriegebiete integriert werden kann und welche Verwertungspfade wirtschaftlich tragfähig sind. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung von Wasserstoff in den Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie, sondern auch die bei der Erzeugung anfallenden Abwärme.

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Unter den Gewinnern des Ideenwettbewerbs ist auch das Green-Hydro-Chem Mitteldeutschland. Das mit über 100 Megawatt weltweit größte Elektrolyse-Anlage-Projekt zur Erzeugung von Grünem Wasserstoff wurde von den Partnern Siemens, Linde und dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS geplant und geht nun in die Konkretisierungsphase über. Gemeinsam mit seinen Partnern will das Fraunhofer-Institut dort die Erzeugung und Speicherung von Grünem Wasserstoff sowie dessen Anwendung in verschiedenen Nutzungspfaden im Rahmen der Sektorkopplung demonstrieren. Damit wird die Region ‚Mitteldeutsches Chemiedreieck‘ erstmals im industriellen Maßstab mit Grünem Wasserstoff versorgt. Die Nutzung Erneuerbarer Energien aus Wind und Sonne zur Erzeugung von umweltfreundlichem Wasserstoff beziehungsweise seine weitere Veredelung zu CO2-neutralen chemischen Grundstoffen oder Kraftstoffen (e-Fuels) sollen wesentlich zur CO2-Reduktion im Mobilitäts- und Chemiesektor beitragen.

Steckbriefe zu den Gewinnern des „Ideenwettbewerbs Reallabore der Energiewende“

finden Sie hier (PDF, 98 KB).

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