Suchen

Energiespeicher Ammoniak als Kraftstoff – aber ohne den lästigen Geruch

| Redakteur: Tobias Hüser

Ammoniak ist nicht nur ein wichtiger Dünge- und Arzneimittel-Baustein. Es ist auch ein gutes Speichermolekül für Wasserstoff, welches etwa in Brennstoffzellen für die Stromerzeugung genutzt werden kann. Für das Zersetzen von Ammoniak zu Wasserstoff und Stickstoff existieren zwar Katalysatoren, doch schon kleinste Mengen Ammoniak verursachen einen penetranten Geruch, sodass oft zusätzliche Katalysatoren im Abgasstrom notwendig sind. Wissenschaftler des KIT wollen nun zusammen mit Partnern in Russland diese Umwandlungskette von Ammoniak zu Wasserstoff verbessern.

Firmen zum Thema

Forscher arbeiten daran, Ammoniak effizient für die Energiespeicherung einsetzen zu können.
Forscher arbeiten daran, Ammoniak effizient für die Energiespeicherung einsetzen zu können.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Karlsruhe – Das deutsch-russische Förderprogramm „Helmholtz-RSF Joint Research Groups“ der Helmholtz-Gemeinschaft und der Russian Science Foundation fördert das Projekt für insgesamt drei Jahre. „Wird Ammoniak zu Wasserstoff katalytisch aufgespalten, treten unweigerlich kleinste Mengen Ammoniak aus. Dies nennt man Ammoniakschlupf“, sagt Jan-Dierk Grunwaldt vom Institut für Technische Chemie und Polymerchemie des Karlsruher Institut für Technologie (KIT). „Wir wollen eine neue Generation von Ammoniakschlupf-Katalysatoren entwickeln, die dieses Ammoniak entfernen.“

Dazu bündeln das Boreskov Institute of Catalysis im russischen Novosibirsk und das KIT ihre Expertise auf den Gebieten der Herstellung von Katalysatoren, detaillierten Messungen des Reaktionsablaufs und der Charakterisierung von Katalysatoren mittels Operando-Methoden. Gemeinsam wollen sie die Umwandlungsmechanismen von Ammoniak erforschen und eine neue Generation von Katalysatoren für die Energieumwandlung entwickeln.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45461171)