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High-End-Labor eingeweiht

Analytik Jena und Hochschule Fresenius eröffnen Applikationszentrum

| Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Auch ein Plasmaquant MS Elite für die ICP MS gehört zur Ausstattung des neuen Idsteiner Applikationszentrums.
Auch ein Plasmaquant MS Elite für die ICP MS gehört zur Ausstattung des neuen Idsteiner Applikationszentrums. (Bild: Ottleben/LABORPRAXIS)

Analytik Jena und die Hochschule Fresenius haben am Hochschulstandort im hessischen Idstein das „Applikationszentrum Rhein-Main“ mit Kunden, Studierenden und Medienvertretern feierlich eröffnet und eingeweiht. Das High-End-Labor ist mit modernsten Gerätschaften für den Einsatz in der Wasser-, Umwelt-, Lebensmittel- und Pharmaanalytik ausgestattet.

Idstein – Die Messgeräte, welche die Analytik Jena der Hochschule leihweise zur Verfügung stellt, haben einen Gegenwert von mehr als 0,5 Mio. Euro. Gemessen an der Laborfläche gehört die Hochschule Fresenius damit zu den am besten ausgerüsteten Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland. Studierende und Berufsfachschüler werden damit bestmöglich auf die tägliche Praxis in der analytischen Chemie mit all ihren Facetten vorbereitet, die Forschung profitiert vom hohen Miniaturisierungs- und Automatisierungsgrad der Gerätschaften. Zur Ausstattung des neuen Applikationszentrums gehören ein Plasmaquant PQ9000 ICP OES, ein Plasmaquant MS Elite, ein Nova AAS, ein ContrAA 700, ein Specord Plus UV/Vis Spekrophotometer und ein Multi NC 3100 TOC-Analysator. Als Labormöbel stehen Komponenten des modularen, mobilen Labterminal-Systems der Firma Wesemann zur Verfügung.

Applikationszentrum in zentraler Lage

Auch Analytik Jena verfolgt mit dem Labor ein wesentliches Ziel. Der Messtechnikhersteller verfügt nun in zentraler Lage über ein Applikationszentrum und kann seinen Kunden etwa aus dem Rheinland, dem Rhein-Main-Gebiet oder Baden-Württemberg neue Gerätetechnologien und Applikationen demonstrieren. „Wir haben in der Wirtschaftsregion um Frankfurt am Main sehr viele wichtige Kunden. Da ist es für uns ein logischer Schritt, hier nun auch mit einem eigenen Labor- und Applikationsbereich vertreten zu sein, um deren Bedarf nach Beratungs-, Seminar- und Trainingsmöglichkeiten auf kurzem Wege abzudecken. Im Rahmen der Kooperation mit der Hochschule Fesenius sind wir in der ausgezeichneten Lage, auf eine bestehende und sehr gute Infrastruktur zurückgreifen zu können und unterstützen gleichzeitig die Ausbildung der Nachwuchskräfte im Laboranalyse-Bereich“, sagt Ulrich Krauss, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena.

„Wir benötigen heute nur noch sehr geringe Mengen des zu untersuchenden Stoffes, um unsere Messungen vorzunehmen“, sagt Thomas Knepper, Vizepräsident für den Fachbereich Chemie & Biologie an der Hochschule Fresenius. Er zieht einen historischen Vergleich: „Während der Gründervater der Hochschule, Carl Remigius Fresenius, früher mit der Kutsche 40 Liter Wasser zu Analysezwecken transportieren musste, reicht uns jetzt schon ein Milliliter.“ Mit hoher Geschwindigkeit lassen sich alle denkbaren Materialien in bis zu 65 Einzelstoffe zerlegen. Die Validierung der Ergebnisse erreicht eine neue Stufe: „Wir haben bei unseren Analysen eine wesentlich höhere Sicherheit, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war“, so Knepper.

Von der Wasseranalytik über die Lebensmittelanalytik bis hin zur Forensik

Die Anwendungsszenarien im neuen Labor sind vielfältig. Studierende, Berufsfachschüler und Forscher können beispielsweise die Metallionenkonzentration oder den Grad organischer Verunreinigungen im Oberflächenwasser feststellen. Aber auch in der Lebensmittelanalytik – regional bedingt spielt die Weinanalytik in Idstein und Umgebung eine große Rolle – und in der chemischen Forensik finden sich wichtige Einsatzmöglichkeiten: Metallionenkonzentrationen können etwa in Gewebe oder Blut nachgewiesen werden. Die Hochschule Fresenius baut mit dem Applikationszentrum einen wesentlichen Schwerpunktbereich im Fachbereich Chemie & Biologie weiter aus.

Absolventenpreis der Fachgruppe Analytische Chemie der GDCh

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wurde auch der Absolventenpreis der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) durch deren Vorstandsmitglied Dr. Heike Gleisner überreicht, mit dem herausragende Leistungen junger Wissenschaftler gewürdigt werden. Preisträger sind in diesem Jahr zum einen Herr Marco Wietzoreck (B.Sc.), der den Preis für seine Bachelor-Arbeit zum Thema „Pyrolyse-Gas Chromatography/Mass Spectrometry of Automotive clear coats “ erhielt, die er am BKA in Wiesbaden durchgeführt hat und die zur Entwicklung einer forensischen Methode beispielsweise zur Aufklärung von Unfällen mit Fahrerflucht beiträgt. Herr Jonas Bär (M.Sc.) erhielt die Auszeichnung für seine Masterarbeit zum Thema „Development of Boehmite-based Flame Redardent Glass Fiber Reinforced Polyamide 6 Formulations for Electric and Electronic Applications“

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