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LABORPRAXIS-Newsticker Stadtbewohner in EU weiter erheblicher Schadstoffbelastung ausgesetzt

| Aktualisiert am 07.12.2021Quelle: dpa

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Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
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(Bild: ©viperagp - stock.adobe.com)

7. Dezember

Kopenhagen (dpa) *11:24 Uhr – Stadtbewohner in EU weiter erheblicher Schadstoffbelastung ausgesetzt

Die große Mehrheit der städtischen Bevölkerung in Europa ist nach Angaben der EU-Umweltagentur EEA noch immer einer gesundheitsschädigenden Menge an Schadstoffen in der Luft ausgesetzt. 97 Prozent der urbanen Bevölkerung in den 27 EU-Mitgliedstaaten seien einer Feinstaubkonzentration in der Umgebungsluft ausgesetzt, die über den neuen Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO liege, teilte die EEA am Dienstag in Kopenhagen mit. 94 beziehungsweise 99 Prozent der Stadtbewohner lebten zudem mit Belastungen durch Stickstoffdioxid und bodennahes Ozon, die jeweils ebenfalls höher als von der WHO empfohlen seien.

Der Bericht stellt eine Erweiterung einer Analyse zur europäischen Luftqualität dar, die die EEA Mitte November veröffentlicht hatte. Darin hatte die Umweltagentur unterstrichen, dass die Luftqualität in Europa zwar über die Jahre immer besser werde. Trotzdem starben 2019 durch die Luftbelastung mit Feinstaub noch schätzungsweise 307 000 Menschen in der EU vorzeitig, darunter Zehntausende in Deutschland.

Mehr als die Hälfte dieser vorzeitigen Sterbefälle - etwa 178 000 - hätten demnach theoretisch verhindert werden können, hätten alle Mitgliedstaaten die neuen Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation eingehalten. Die WHO hatte ihre empfohlenen Grenzwerte für Schadstoffe in der Luft im September deutlich strenger gefasst. Das, was die Organisation für gesundheitlich vertretbar hält, liegt damit noch deutlicher unter den auch in Deutschland derzeit geltenden EU-Richtwerten.

Berlin (dpa) *3:30 Uhr – Nobelpreise werden an zwei deutsche Forscher überreicht

Rund zwei Monate nach der Bekanntgabe der diesjährigen Nobelpreise bekommen zwei Wissenschaftler aus Deutschland am Dienstag (Livestream ab 18.00 Uhr) die Auszeichnung überreicht. Geehrt werden Klaus Hasselmann im Fachgebiet Physik und Benjamin List in Chemie. Die Preise an die beiden Deutschen werden coronabedingt im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Berlin und nicht wie üblich in Stockholm überreicht.

Im Oktober war bekanntgegeben worden, dass Hasselmann vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg den Physik-Nobelpreis für Modelle zum Erdklima bekommt. List vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr erhält den Chemie-Nobelpreis für Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen. Beide teilen sich ihre Preise mit anderen Forschern.

Normalerweise erhalten die Preisträger der naturwissenschaftlichen Disziplinen Urkunden und Medaillen im Rahmen einer Preiszeremonie am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobels. Wegen der Pandemie werden die Wissenschaftler jeweils in ihren Heimatländern geehrt. Es sei ein «kleiner exklusiver Kreis von Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik geladen», hieß es von der MPG. Angekündigt ist ein Grußwort von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD).

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Die Preisübergabe wird am 7. Dezember um 18 Uhr im Livestream übertragen:

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