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Sicherheitsschränke Anwenderschutz durch Sicherheitsschränke

Autor / Redakteur: Thomas Bauer* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Moderne Sicherheitsschränke machen den täglichen Umgang mit Gefahrstoffen heute effizient, flexibel und vor allem eines: in hohem Maße sicher für den Anwender. Selbst wenn dieser beide Hände voll oder die Gedanken schon beim Experiment haben sollte, gewährleistet moderne Sensortechnik das sichere Schließen der Türen.

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Abb. 1: Der Flügeltüren-Sicherheitsschrank Typ 90 von Asecos mit asynchron gekoppeltem Türantrieb Asecos PEGASUS lässt sich mit einer Hand öffnen.
Abb. 1: Der Flügeltüren-Sicherheitsschrank Typ 90 von Asecos mit asynchron gekoppeltem Türantrieb Asecos PEGASUS lässt sich mit einer Hand öffnen.
( Bild: asecos/Stefan Gregor )

Wer täglich mit Gefahrstoffen wie brennbaren Flüssigkeiten, Säuren und Laugen oder Druckgasen arbeitet, der muss mit den zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen vertraut sein. Dazu gehört es, die Eigenschaften der verwendeten Stoffe zu kennen und ihre Reaktionen einschätzen zu können, egal ob es um die reine Lagerung oder das Handling geht. Schon kleinste Mengen einer hochentzündlichen Flüssigkeit können ausreichen, um eine Explosion auszulösen. Zu den elementarsten Schutzmaßnahmen für die Lagerung von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz zählen moderne Sicherheitsschränke. Denn im Fall einer akuten Gefahr durch Brand oder Explosion sollen die Schränke Zeit geben, sich in Sicherheit zu bringen und Lösch- und andere Rettungsmaßnahmen einzuleiten sowie unnötige Brandausweitung verhindern.

Ein Blick in die Vergangenheit

Strenge Standards waren in der Vergangenheit vor allem aus Deutschland bekannt: mit der DIN 12925 gibt es bereits seit den 1980er Jahren eine deutsche Norm zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten (Teil 1) und Druckgasflaschen (Teil 2). Diese Standards waren Grundlage für die heutige europäische Norm EN 14470, die seit 2004 die Anforderungen hinsichtlich Konstruktion und Feuerwiderstandsfähigkeit für Sicherheitsschränke zur Lagerung brennbarer Flüssigkeiten und Druckgase in Arbeitsräumen definiert. Wesentliche hier festgelegte Merkmale eines Sicherheitsschranks sind die (im Brandfall selbstschließenden) Türen, die Möglichkeit zur technischen Entlüftung (inkl. Brandschutzventile) sowie die Positionierung und Ausführung integrierter Auffangwannen.

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Automatisch schließende Türen

Schutz bieten muss der Schrank also, indem er das Brandrisiko im Zusammenhang mit der Lagerung brennbarer Flüssigkeiten minimiert bzw. bei einem Brand den Inhalt für eine festgelegte Mindestzeitspanne vor den Flammen schützt. Ferner soll er die an das Umfeld abgegebenen Dämpfe minimieren und Leckagen im Inneren des Schrankes zurückhalten. Ein Schrank vom Typ 90 muss mindestens 90 Minuten Widerstand gegen Flammen und Hitze gewährleisten. Diese Widerstandsfähigkeit wird von unabhängigen Instituten in einem Brandkammertest geprüft und per Zertifikat bescheinigt. Auch leichtgängige Schranktüren und eine bedarfsgerecht konstruierte Innenausstattung tragen zur Sicherheit beim Handling von Gefahrstoffen bei.

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