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Versuchstiere Anzahl der Versuchstiere im vergangenen Jahr gesunken

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Nach wie vor wird der Einsatz von Tieren in der Forschung kontrovers diskutiert. Wie aktuelle Zahlen belegen, konnten die Unternehmen der Pharma- und Medizinbranche ihren Bedarf um zehn Prozent im Vergleich zu 2011 verringern. Mehr als 85 Prozent der Versuchstiere waren dabei Ratten oder Mäuse.

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Welche Arten von Versuchstieren wurden 2012 in der Pharma- und Medizin-Industrie eingesetzt?
Welche Arten von Versuchstieren wurden 2012 in der Pharma- und Medizin-Industrie eingesetzt?
(Bild: Vfa)

Berlin – Die Pharma- und Medizinprodukte-Industrie in Deutschland konnte ihren Bedarf an Versuchstieren 2012 senken: Insgesamt 803.766 Tiere wurden benötigt, 3,5% Prozent weniger als 2011 und fast 10% weniger als 2010. 86% dieser Versuchstiere waren Mäuse oder Ratten. Das geht aus den amtlichen Versuchstierzahlen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervor, die am 28. Oktober veröffentlicht wurden.

Dazu sagt Dr. Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung/Entwicklung/Innovation des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (Vfa): „Es ist das erklärte Ziel der Pharma-Unternehmen, für die Arzneimittelproduktion und -entwicklung mit immer weniger Tieren auszukommen, ohne Abstriche beim Engagement in Forschung und Versorgung. Das ist ihnen 2012 erneut gelungen, wobei sie ihre Forschung sogar ausweiten konnten.“

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„Ganz ohne Versuchstiere wird man Medikamente aber in der absehbaren Zukunft nicht entwickeln können. Deshalb arbeiten Pharmafirmen nicht nur an einer Senkung der Versuchstierzahlen, sondern auch daran, die Belastungen für die Tiere immer weiter zu vermindern“, so Throm weiter. Vieles, was dazu heute in der Tierhaltung eingesetzt wird - etwa Beschäftigungsprogramme und Spielzeug, aber auch Rückzugsmöglichkeiten im Käfig - haben Tierpflegekräfte, und Forscher aus der Industrie erfunden.

Auch der Vfa selbst engagiert sich nach eigenen Angaben bei der Entwicklung von Alternativmethoden für Tierversuche - z. B. durch finanzielle Unterstützung der Stiftung Ersatzmethoden Tierversuche und beim Forschungspreis des Landes Berlin zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche.

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