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Neueröffnung Apceth eröffnet neues Entwicklungs- und Produktionszentrum

Redakteur: Doris Popp

Am 12. März 2012 eröffnete Apceth, tätig im Bereich Zellforschung, sein neues Entwicklungs- und Produktionszentrum in Ottobrunn bei München.

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Prof. Dr. Ralf Huss, CSO Apceth, und Dr. Ronald Mertz, Ministerialdirigent für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Bayerischen Wirtschaftsministerium, anlässlich der Eröffnung am 12. März 2012 (v.l.n.r.). (Bild: Apceth)
Prof. Dr. Ralf Huss, CSO Apceth, und Dr. Ronald Mertz, Ministerialdirigent für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie im Bayerischen Wirtschaftsministerium, anlässlich der Eröffnung am 12. März 2012 (v.l.n.r.). (Bild: Apceth)

Ottobrunn – Apceth zählt nach eigenen Angaben zu den Vorreitern in der Entwicklung und Produktion innovativer Zelltherapeutika. Zusammen mit dem Apceth-Stammsitz in München-Großhadern verfügt das Unternehmen über zwei leistungsstarke und GMP-konforme Gebäudekomplexe für die Erforschung und Herstellung von Zelltherapien, die die hohe Hürde der Zertifizierung genommen haben. Apceth stehen nun insgesamt 600 m2 Reinraumfläche zur Verfügung, die auf fünf separate Reinraum-Suiten verteilt sind.

„Dank der neuen Kapazitäten sind wir in der Lage, sowohl unsere eigenen Entwicklungsprojekte noch schneller voranzutreiben, als auch unser Know-how und unsere Räumlichkeiten für Kooperationspartner anzubieten“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Christine Günther und CSO Prof. Dr. Ralf Huss ergänzt: „Es ist unser Anspruch, die Lücke zwischen Forschung und klinischer Anwendung zu schließen. Mit unseren neuen Räumlichkeiten können wir unseren Kunden noch umfassendere Leistungen bieten, angefangen von der Stammzellherstellung nach GMP-Richtlinien bis hin zur Beratung bei Zellprodukten und zellbasierten Therapeutika.“

Potenzial der adulten mesenchymalen Stromazellen

Apceth setzt für die Entwicklung seiner Zelltherapeutika insbesondere auf adulte mesenchymale Stromazellen. Der Vorteil dieser Zellen ist die enorme Bandbreite an biologischen Eigenschaften, die die natürliche Fähigkeit eines Organismus widerspiegeln, sich selbst zu heilen. Darüber hinaus besitzen adulte mesenchymale Stromazellen die Fähigkeit, Gewebe zu regenerieren und die Wundheilung zu unterstützen. „Bei unseren innovativen Zelltherapeutika agiert im Grunde die Zelle als eigentliches Arzneimittel“, erläutert Prof. Dr. Ralf Huss. „Die Zellen werden gleichsam vom geschädigten Gewebe genutzt, sodass sie nach der Verabreichung eigenständig zu ihrem Wirkungsort finden – sei es ein geschädigtes Organ oder aber auch ein bösartiger Tumor.“ Charakteristisch für adulte mesenchymale Stromazellen ist zudem ihre Eigenschaft, keine wesentliche Reaktion des Immunsystems auszulösen.

Erste klinische Prüfung gestartet

apceth hat im März 2011 die erste klinische Studie der Entwicklungsphase I/II gestartet. In der Studie werden Patienten mit fortgeschrittener peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK oder „Schaufensterkrankheit“) nach erfolgter Angioplastie (Gefäßaufdehnung) mit somatischer Zelltherapie behandelt. „Aufgrund der Komplexität der pAVK können viele Patienten mit den aktuellen Behandlungsansätzen nicht geheilt werden. Die stammzellbasierte Therapie bietet besonders bei Patienten mit fortgeschrittener pAVK eine vielversprechende Alternative, um die Neubildung der Blutgefäße und die Geweberegeneration zu stimulieren“, erläutert Dr. Christine Günther, Geschäftsführerin von Apceth. Erste Ergebnisse der klinischen Untersuchung sollen Mitte 2012 zur Verfügung stehen.

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