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Forschungsprojekt

Aus Schweinegülle mach’ Dünger und Kohle

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Projektpartner arbeiten an Ökobilanz

Während die Laboranalysen und Düngerversuche in Hohenheim gemacht werden, wird auf dem landwirtschaftlichen Betrieb eines Projektpartners in Kupferzell eine Pilotanlage zur Produktion des Düngers aufgebaut. Damit können dann etwas größere Düngermengen hergestellt werden als bisher im Labor. In Barcelona entwickeln Partner eine spezielle Membran zur Rückgewinnung des Stickstoffs, die Teil der Pilotanlage sein wird. An der Universität Wageningen in den Niederlanden arbeiten die Projektpartner daran, eine Ökobilanz zu erstellen und die Akzeptanz des neuen Verfahrens bei der Bevölkerung zu untersuchen.

Neue Einkommensquelle für Landwirte

Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Wenn die Versuche erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden, dann sind die Landwirte in der Lage, die anfallende Gülle direkt mit diesen Pilotanlagen bei sich in den Betrieben aufzubereiten. Dadurch sparen sie nicht nur Geld für den Zukauf von Mineraldünger, der Verkauf von Biokohle und Mineraldünger bietet ihnen auch die Möglichkeit zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften.

Hintergrund: Forschungsprojekt „BioEcoSIM“

Der Projektname „BioEcoSIM“ stammt von der englischsprachigen Beschreibung: „An innovative bio-economy solution to valorise livestock manure into a range of stabilised soil improving materials for environmental sustainability and economic benefit for European agriculture.“ Das von der Europäischen Union geförderte Projekt läuft bereits seit Oktober 2012 und ist auf vier Jahre angelegt.

Das Projekt wird vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) koordiniert. Neben dem IGB und der Universität Hohenheim sind noch 13 weitere Projektpartner aus Deutschland, den Niederlanden (Universität Wageningen), Spanien (u.a. Centre de Recerca i Innovacio de Catalunya und Centro Tecnologico Agrario y Agroalimentario Asociacion) und Großbritannien (enitial) beteiligt. Darunter sind auch kleine und mittlere Unternehmen. Die Arbeiten an der Universität Hohenheim werden mit rund 417.000 Euro gefördert. Damit zählt das Projekt zu einem der Schwergewichte der Forschung.

* A. Schmid, Universität Hohenheim

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