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Tarifgehälter während der Ausbildung

Ausbildungsvergütungen in der Verfahrenstechnik und Chemiebranche steigen weiter

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Am unteren Ende der Skala haben ostdeutsche Friseurlehrlinge mit gerade einmal 269 Euro monatlich zum Leben viel zu wenig. Demgegenüber erhalten beispielsweise Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer im Laufe ihrer Ausbildung durchschnittlich fast 1000 Euro im Monat. Die Ausbildungsgehälter steigen also auch mit dem Grad der fachlichen Spezialisierung an, die sich meist auch in der Ausbildungsdauer widerspiegelt.

Technische Berufe mit großer Schere

In den Branchen Chemie, Pharma und Verfahrenstechnik sind im Wesentlichen zwei Vergütungsgruppen auszumachen. Zwischen 600 und 680 Euro erhalten etwa Systemelektroniker und pharmazeutisch-technische Assistenten. Finanziell interessanter wird es in der zweiten Gruppe ab 829 Euro für Produktionskräfte in der Chemie, Chemikanten und Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik.

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Schließlich gehören Systeminformatiker, Physiklaboranten und Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik mit fast 950 Euro brutto zu den Topverdienern unter den Auszubildenden ihrer Branchen. Ebenso viel erhält, wer sich in den neu strukturierten Berufen zum technischen Systemplaner oder Produktdesigner ausbilden lässt.

Die beiden branchenübergreifenden Ausbildungsgänge ersetzen erst seit zwei Jahren den des technischen Zeichners und bieten mehrere Spezialisierungen und ein modernes Berufsprofil, das den datentechnischen Entwicklungen Rechnung trägt. Sie kommen auf einen Stundenlohn von 5,93 Euro.

Mindestens 3,78 Euro pro Stunde bekommen die Auszubildenden der ausgewählten Branchen insgesamt – weniger als die Hälfte des geplanten Mindestlohns. Ob der deutsche Nachwuchs tatsächlich so kurzsichtig wäre, auf eine fundierte Ausbildung zu verzichten, ist faktisch nicht vorherzusehen.

Auch sind Fälle nicht berücksichtigt, in denen Jugendliche finanziell keine Alternative zum existenzsichernden Job haben, weil sie nicht bei ihren Eltern leben oder bereits eigene Kinder versorgen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation der Jungen mit der Novelle ab dem 1. Januar 2015 entwickelt. Eine kontinuierliche Anpassung des Gesetzes ist in jedem Fall vorgesehen.

Alle männlichen Berufsbezeichnungen schließen in ihrer Bedeutung die Auszubildenden weiblichen Geschlechts ein.

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