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Carl-Duisberg-Plakette Auzeichnung für engagiertes Lebenswerk für die Chemie

| Redakteur: Doris Neukirchen

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht am 8. Juli 2010 die Carl-Duisberg-Plakette an Wolfgang Flad für seine Verdienste um die Förderung der Chemie und vielfältigen Beiträge zur Stärkung des Ansehens der Chemie in der Öffentlichkeit sowie sein Engagement für die Entwicklung des Chemieunterrichts im Bildungswesen.

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Die Carl-Duisberg-Plakette wird seit 1953 von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) an Chemiker verliehen, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und der Ziele der GDCh erworben haben. Die Auszeichnung mit der Goldplakette ist nicht mit einem zusätzlichen Geldbetrag verbunden.
Die Carl-Duisberg-Plakette wird seit 1953 von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) an Chemiker verliehen, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und der Ziele der GDCh erworben haben. Die Auszeichnung mit der Goldplakette ist nicht mit einem zusätzlichen Geldbetrag verbunden.
( Bild: GDCh )

Frankfurt a.M. – 1942 in Stuttgart geboren, studierte Flad an der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart Chemie. Schon während seines Studiums war er Assistent am Institut Dr. Flad, das sein Vater, der Chemiker Dr. Manfred Flad, zur Ausbildung von chemisch-technischen Assistentinnen und Assistenten 1951 in Stuttgart gegründet hatte. 1968 wurde er dort Dozent und 1976 Schulleiter. Wolfgang Flad erhöhte die Ausbildungskapazität von 120 auf 350 Ausbildungsplätze und richtete die Bereiche Umwelt, Pharmazie und Biotechnologie ein. Er war Initiator der weltweit ersten Berufsabschlussprüfung und erreichte, dass das Institut Dr. Flad als erste berufsbildende Schule in Deutschland Unesco-Modellschule wurde.

Zahlreiche Auszeichnungen

Wolfgang Flad wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 1986 zusammen mit seinem Vater mit dem Heinrich-Roessler-Preis der GDCh-Fachgruppe Chemieunterricht. Ein Jahr später stifteten die beiden den Manfred-und-Wolfgang-Flad-Preis, der seitdem ebenfalls von der Fachgruppe Chemieunterricht vergeben wird. 1990 erteilte ihm die Bundesregierung den Auftrag zur Entwicklung eines internationalen Chemiewettbewerbs, den Grand Prix Chimique, der ein Jahr später am Institut Premiere hatte. Von 1995 bis 1997 koordinierte er im Auftrag der Ständigen Konferenz der Kultusminister das von Al Gore initiierte Umweltprojekt Globe (Global Learning and Observation to Benefit the Environment) in Deutschland. Zwischen 2005 und 2010 wurde sein Institut von der Unesco dreimal in Folge für Nachhaltigkeit in Bildung und Erziehung ausgezeichnet. Die 2009 bei der GDCh eingerichtete Arbeitsgruppe Berufliche Bildung geht ebenfalls auf eine Initiative von Wolfgang Flad zurück. 24 Jahre lang war Wolfgang Flad Vorsitzender der naturwissenschaftlich-technischen Privatschulen in Deutschland und Präsidiumsmitglied im Verband Deutscher Privatschulen. Im Verband Deutscher Chemotechniker und chemisch-technischer Assistenten ist Wolfgang Flad Ehrenmitglied.

Die Carl-Duisberg-Plakette

Die von Bayer, Leverkusen, gestiftete Carl-Duisberg-Plakette wird seit 1953 vom GDCh-Vorstand an Chemiker verliehen, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und der Ziele der GDCh erworben haben. Die Auszeichnung mit der Goldplakette ist nicht mit einem zusätzlichen Geldbetrag verbunden. Mit der Plakette soll die Erinnerung an einen der bedeutendsten Industriechemiker wachgehalten werden, der maßgeblich am Aufbau des Werkes Leverkusen beteiligt war, der sich aber trotz seiner vielen industriellen Verpflichtungen um die Förderung der allgemeinen Belange der Chemie verdient gemacht hat. So war er lange Jahre Vorsitzender des Vereins Deutscher Chemiker. Carl Duisberg starb 1935.

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