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Katalyseforschung Auszeichnungen für Katalyseforschung

| Redakteur: Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Auf dem diesjährigen Jahrestreffen Deutscher Katalytiker wurden gleich mehrere Wissenschaftler für ihre Forschung rund um die Katalyse ausgezeichnet. So erhielt Professor Dr. Harald Gröger die Otto-Roelen-Medaille 2014 und Dr. Jennifer Strunk wurde mit dem Jochen-Block-Preis 2014 ausgezeichnet.

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Professor Dr. Harald Gröger von der Universität Bielefeld erhält die Otto-Roelen-Medaille 2014 für seine Arbeiten zur Kopplung von chemo- und biokatalytischen Reaktionsschritten in der enantioselektiven Synthese von Wirkstoffbausteinen.
Professor Dr. Harald Gröger von der Universität Bielefeld erhält die Otto-Roelen-Medaille 2014 für seine Arbeiten zur Kopplung von chemo- und biokatalytischen Reaktionsschritten in der enantioselektiven Synthese von Wirkstoffbausteinen.
(Bild: Dechema)

Frankfurt a.M. – Professor Dr. Harald Gröger von der Universität Bielefeld erhält die Otto-Roelen-Medaille 2014. Mit diesem Preis zeichnen die Dechema und die Deutsche Gesellschaft für Katalyse seine Arbeiten zur Kopplung von chemo- und biokatalytischen Reaktionsschritten in der enantioselektiven Synthese von Wirkstoffbausteinen aus. Durch die Kombination von chemischen und biotechnologischen Verfahren verknüpft Harald Gröger zwei Welten, die bislang eher getrennt betrachtet wurden.

Die von der Oxea-Gruppe gestiftete Otto-Roelen-Medaille der Dechema wird seit 1997 in der Regel alle zwei Jahre vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Mit ihr werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Katalyse ausgezeichnet, die auch eine starke industrielle Relevanz aufweisen. Die Preisverleihung fand am 13. März 2014 auf dem Jahrestreffen Deutscher Katalytiker in Weimar statt.

Harald Gröger forscht seit über 15 Jahren auf dem Gebiet der angewandten orga¬nischen Synthese, wobei er hierfür Bio- bzw. Chemokatalysatoren einsetzt. Er arbeitet dabei sowohl im akademischen als auch industriellen Umfeld. Gemeinsam mit seinen Teams entwickelt er neue, effiziente und nachhaltige organische Synthesen mit Biokatalysatoren und baut sie in Kombination mit chemokatalytischen Verfahren zu Mehrstufen-Eintopf-Verfahren aus.

Diese sind für industrielle Anwendungen sehr attraktiv. Synthesen werden effizienter und es entstehen weniger Lösungsmittelabfälle, da aufwändige Trennungs- und Reinigungsschritte entfallen. Ein besonderer Schwerpunkt von Grögers Arbeiten liegt auf der Anwendung dieser Katalyse-Methoden zur enantioselektiven Herstellung pharmazeutisch relevanter Verbindungsklassen sowie von Spezialchemikalien und der Entwicklung industriell geeigneter Produktionsverfahren.

Harald Gröger studierte Chemie an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Oldenburg. Nach seiner Promotion 1997 folgte ein Post-Doc-Aufenthalt in Japan. Von 1998 bis 2006 arbeitete er in der industriellen Forschung zuletzt als Senior Project Manager im Service Center Biocatalysis der Degussa AG. Dann ging er zurück in die akademische Forschung und nahm an der Universität Erlangen-Nürnberg eine W2-Professur für Organische Chemie an. Im Jahr 2011 wechselte er auf eine W3-Professur an die Universität Bielefeld.

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