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Kooperation Avebe und BASF Plant Science starten F&E-Kooperation

| Redakteur: Doris Neukirchen

Der niederländische Kartoffelstärkeproduzent Avebe und BASF Plant Science haben heute eine Forschungs- und Entwicklungskooperation im Bereich Pflanzenbiotechnologie angekündigt. Die Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen in der biotechnologischen Entdeckung sowie in der Züchtung gentechnisch veränderter Kartoffeln mit dem Ziel, Landwirten moderne und pilzresistente Stärkekartoffelsorten zur Verfügung zu stellen.

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Blatt der gentechnisch verbesserten Kartoffel Amflora; Vergrößerung 120 : 1
Blatt der gentechnisch verbesserten Kartoffel Amflora; Vergrößerung 120 : 1
( Bild: Pressefoto BASF )

Foxhol/Niederlande, Limburgerhof – Avebe und BASF Plant Science beginnen mit der Entwicklung einer Amylopektinstärke-Kartoffel, die gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent sein wird. Die Kraut- und Knollenfäule stellt für Landwirte in Europa ein großes Problem dar. Die Unternehmen erwarten, dass die ersten Sorten ab 2019 auf dem Markt verfügbar sein werden. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.

Beide Unternehmen werden ihr Know-how bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Amylopektinstärke-Kartoffeln einbringen. BASF Plant Science bringt die Erfahrung im regulatorischen Genehmigungsprozess mit und Avebe trägt mit seiner Expertise in den Bereichen Züchtung und Entwicklung von Stärkeanwendungen bei.

„Innovation ist für Avebe von größter Wichtigkeit und ein entscheidender Teil unserer Strategie. Der Einsatz der Biotechnologie eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Pflanzen mit verbesserten Anlagen und Stärkegehalten sowie Widerstandsfähigkeiten gegen Krankheiten“, sagte Gerben Meursing, Managing Director of Commerce von Avebe. „Höhere Erträge pro Hektar und eine bessere Kontrolle von Pilzerkrankungen führen zu einer nachhaltigeren Produktion von Stärkekartoffeln und Stärkeverarbeitung“, fügte er hinzu.

Gentechnisch veränderte Amylopektinstärke-Kartoffeln

Herkömmliche Kartoffeln produzieren ein Stärkegemisch aus Amylopektin und Amylose. In vielen Anwendungsgebieten von Kartoffelstärke, wie in der Papier-, Textil- und Klebstoffindustrie, wird nur Amylopektin benötigt. Eine Trennung des Stärkegemischs ist jedoch unwirtschaftlich und wenig umweltschonend. Durch das Ausschalten des Gens, das für die Amylosebildung zuständig ist, produzieren die Amylopektinstärke-Kartoffeln reine Amylopektinstärke und helfen so, Ressourcen, Energie und Kosten zu sparen.

Die Resistenz gegen eine der Hauptkrankheiten im Kartoffelbau, die durch den Schaderreger Phytophthora infestans ausgelöste Kraut- und Knollenfäule, wird zu einer besseren Kontrolle von Pilzerkrankungen führen und so dazu beitragen, die Produktionskosten von Amylopektinstärke weiter zu reduzieren.

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