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Zusammenarbeit BASF Plant Science und Bayer CropScience entwickeln gemeinsam ertragreicheren Reis

| Redakteur: Doris Neukirchen

BASF Plant Science und Bayer CropScience haben eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich Pflanzenbiotechnologie geschlossen. Beide Unternehmen wollen Hybrid-Reissaatgut entwickeln und vermarkten, das gegenüber herkömmlichem Hybrid-Saatgut Ertragssteigerungen von zehn Prozent oder mehr aufweist.

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Gentechnisch veränderte Reispflanzen.
Gentechnisch veränderte Reispflanzen.
( Bild: BASF )

Limburgerhof, Monheim – Im Rahmen dieser weltweiten nicht exklusiven Zusammenarbeit lizenziert BASF Plant Science ertragssteigernde Technologien an Bayer CropScience zur Vermarktung im Hybrid-Reis Arize aus. Die Vereinbarung umfasst alle wichtigen Reisanbaugebiete. Die Markteinführung der ersten neuen Hybridreis-Sorten ist bis 2020 geplant.

Die Vereinbarung sieht vor, dass BASF Plant Science für die Forschung und Entwicklung zur Auswahl der Traits – also der genetisch bedingten Merkmale der Nutzpflanze – verantwortlich ist, die den Reisertrag erhöhen. Weiterhin holt das Unternehmen die für die Vermarktung notwendigen Genehmigungen ein. Bayer CropScience bringt diese ertragssteigernden Pflanzeneigenschaften in seine führenden Hybrid-Reissorten ein. Vor der Markteinführung werden die beiden Unternehmen alle relevanten Interessengruppen in der Branche eng einbeziehen. Das Saatgut soll über das Bayer-Distributionsnetzwerk an Landwirte vertrieben werden. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

Reis ist die am meisten angebaute Nutzpflanze weltweit. Derzeit liegt die Reisproduktion bei rund 685 Millionen Tonnen pro Jahr. Hybrid-Reis, also Kreuzungen verschiedener Elternsorten, wird aufgrund seiner höheren Erträge immer beliebter. BASF und Bayer sind überzeugt, dass Biotechnologie-Traits, die in Hybrid-Reis eingebracht werden, eine wichtige Rolle bei der erforderlichen Steigerung der Reisproduktion spielen werden. Die Hybridreis-Sorten Arize werden in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent entwickelt und vertrieben, wo sie unter vergleichbaren Wachstumsbedingungen einen erheblichen Ertragsvorteil gegenüber den besten traditionellen Reissorten bieten. Durch ihre höhere Ertragskraft gegenüber herkömmlichen Sorten erzielen Reis-Hybriden bessere Ernten und ermöglichen Landwirten ein höheres Einkommen.

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