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Wachstums- und Ertragsziele erreicht BASF schließt solides Geschäftsjahr 2016 ab

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

BASF hat die Talsohle durchschritten. Nach mehreren rückläufigen Quartalen am Stück, schafft der Chemieriese zum Jahresende 2016 die Trendwende. Insgesamt konnten die Ludwigshafener das Ergebnis im Chemiegeschäft steigern, während Oil & Gas und Sonstige deutlich niedriger ausfielen.

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(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Es geht wieder aufwärts: Im Jahr 2016 hat BASF ihre Wachstums- und Ertragsziele erreicht. Das Chemiegeschäft ist erfolgreich gewachsen und die Ertragskraft weiter verbessert worden, so das Unternehmen. Die Erträge von Öl und Gas lagen unter Vorjahr. „Im Laufe des Jahres ist es uns gelungen, das Wachstum der BASF zu steigern. Wir erhöhten die Verkaufsmengen von Quartal zu Quartal. Insbesondere in Asien haben wir den Absatz im Chemiegeschäft kontinuierlich gesteigert. Damit zahlen sich die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in Forschung und Entwicklung sowie in neue Produktionskapazitäten aus“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF, bei der Bilanzpressekonferenz in Ludwigshafen.

Im 4. Quartal lag der Umsatz bei 14,8 Milliarden Euro und damit 7 % über dem Wert des Vorjahresquartals, vor allem aufgrund höherer Mengen. Die Verkaufsmengen der BASF-Gruppe sowie im Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions umfasst, sind im Schlussquartal um 6 % gewachsen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) vor Sondereinflüssen ist um 157 Millionen Euro auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Deutlich höhere Ergebnisse bei Chemicals, Functional Materials & Solutions sowie Oil & Gas konnten niedrigere Ergebnisse bei Agricultural Solutions und Sonstige mehr als kompensieren.

Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts sorgt für Umsatzeinbruch

Im Gesamtjahr 2016 nahm der Umsatz der BASF-Gruppe um 18 % auf 57,6 Milliarden Euro ab. Maßgeblich hierfür war vor allem die Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts im Rahmen des Ende September 2015 erfolgten Tauschs von Vermögenswerten mit Gazprom. Dieses Geschäft hatte 2015 mit 10,1 Milliarden Euro zum Umsatz beigetragen. Insgesamt minderten Portfolioveränderungen den Umsatz um 15 %. Zudem führten niedrigere Rohstoffpreise zu rückläufigen Verkaufspreisen (minus 4 %). Im Jahresverlauf konnte der Absatz jedoch kontinuierlich gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mengen 2016 um 2 %, im Chemiegeschäft um 4 %. Währungseffekte wirkten sich leicht umsatzmindernd aus (minus 1 %).

Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit 6,3 Milliarden Euro um 430 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres. Hierfür war der Rückgang um rund 850 Millionen Euro im Segment Oil & Gas ausschlaggebend, der im Wesentlichen aus gefallenen Preisen sowie der Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts resultierte. Die an Gazprom abgegebenen Aktivitäten hatten 2015 mit rund 260 Millionen Euro zum Ebit vor Sondereinflüssen beigetragen.

Im Segment Agricultural Solutions lag das Ebit vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des Vorjahres. Im Chemiegeschäft erzielte BASF aufgrund der stark verbesserten Beiträge von Performance Products sowie Functional Materials & Solutions eine deutliche Ergebnissteigerung.

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