English China

Wachstums- und Ertragsziele erreicht

BASF schließt solides Geschäftsjahr 2016 ab

Seite: 4/4

Firmen zum Thema

Der Umsatz im Segment Functional Materials & Solutions nahm im 4. Quartal mengenbedingt um 10 % auf 5 Milliarden Euro zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen stieg um 69 Millionen Euro auf 458 Millionen Euro aufgrund von höheren Mengen, einem günstigen Produktmix sowie konsequentem Kostenmanagement. Im Gesamtjahr wuchs der Umsatz um 1 % auf 18,7 Milliarden Euro. Gesteigerte Mengen in allen Bereichen konnten niedrigere Preise und leicht negative Währungseffekte mehr als ausgleichen.

Das Absatzwachstum ist vor allem auf die höhere Nachfrage aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Im Geschäft mit der Bauindustrie blieben die Verkaufsmengen auf einem insgesamt hohen Niveau. Das Ebit vor Sondereinflüssen nahm gegenüber 2015 um 297 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro zu. Zu dieser deutlichen Ergebnissteigerung haben alle Bereiche beigetragen, insbesondere Performance Materials.

Im Segment Agricultural Solutions stieg der Umsatz im 4. Quartal dank höherer Mengen um 10 % auf 1,3 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen ging um 65 Millionen Euro auf 79 Millionen Euro zurück – dies infolge höherer Fixkosten, teilweise bedingt durch neue oder erweiterte Produktionsanlagen, zum Beispiel für das Herbizid Dicamba. Der Umsatz im Gesamtjahr ging infolge niedrigerer Verkaufsmengen sowie negativer Währungseffekte um 4 % auf 5,6 Milliarden Euro zurück. Das herausfordernde Marktumfeld für Pflanzenschutzprodukte dämpfte die Nachfrage vor allem bei Insektiziden in Südamerika und Fungiziden in Europa. Die Preise lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Durch striktes Kostenmanagement wurden die Fixkosten im Segment Agricultural Solutions verringert. Das Ebit vor Sondereinflüssen erreichte dadurch trotz des rückläufigen Umsatzes mit 1,1 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres.

Öl-und-Gas-Geschäft in schwierigem Marktumfeld

Im Segment Oil & Gas stieg der Umsatz im 4. Quartal aufgrund höherer Mengen und Preise um 26 % auf 922 Millionen Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen nahm um 36 Millionen Euro auf 163 Millionen Euro zu. Im Gesamtjahr ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 79 % auf 2,8 Milliarden Euro zurück. Durch den Ende September 2015 vollzogenen Tausch von Vermögenswerten mit Gazprom entfielen seit dem 4. Quartal 2015 die Beiträge des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts sowie der Wintershall Noordzee. Diese Aktivitäten hatten 2015 mit 10,1 Milliarden Euro zum Umsatz beigetragen.

Im fortgeführten Öl-und-Gas-Geschäft stiegen die Mengen gegenüber dem Jahr 2015 um 15 %, während sich Preis- und Währungseffekte auf minus 15 % beliefen. Das Ebit vor Sondereinflüssen sank 2016 um 849 Millionen Euro auf 517 Millionen Euro. Dies ist vor allem auf die gefallenen Öl- und Gaspreise sowie die Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts an Gazprom zurückzuführen. Die an Gazprom abgegebenen Aktivitäten hatten 2015 mit rund 260 Millionen Euro zum Ebit vor Sondereinflüssen beigetragen.

Der Umsatz bei Sonstige fiel im 4. Quartal 2016 um 22 % auf 518 Millionen Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen lag bei minus 386 Millionen Euro nach minus 114 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr ging der Umsatz im Vergleich zu 2015 um 28 % auf 2,0 Milliarden Euro zurück. Maßgeblich hierfür waren vor allem geringere Preise und Mengen im Rohstoffhandel sowie ausgelaufene Lieferverträge in Zusammenhang mit dem Ende 2014 erfolgten Verkauf des BASF-Anteils an der Joint Operation Ellba Eastern, Singapur. Das Ebit vor Sondereinflüssen von Sonstige nahm um 162 Millionen Euro ab und lag bei minus 1,1 Milliarden Euro. Dies ist im Wesentlichen auf Bewertungseffekte für das Long-Term-Incentive-Programm zurückzuführen. Positive Währungseffekte wirkten gegenläufig.

(ID:44542969)