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Forschungslabor BASF und Max-Planck-Institut für Polymerforschung weihen Forschungslabor für Graphen ein

| Redakteur: Tobias Hüser

BASF und das Max-Planck-Institut für Polymerforschung wollen die zweidimensionale Kohlenstoffschicht Graphen weiter erforschen und haben dafür ein gemeinsames Forschungslabor in Ludwigshafen eingeweiht. Um Graphen für Batterien und Superkondensatoren zu nutzen, versuchen die Wissenschaftler in dem Labor noch mehr Informationen über das dünnste Material der Welt zu erhalten.

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Vor mehr als 200 geladenen Gästen konnte man sich einen Eindruck davon machen, wie der aktuelle Forschungsstand rund um Graphen ist.
Vor mehr als 200 geladenen Gästen konnte man sich einen Eindruck davon machen, wie der aktuelle Forschungsstand rund um Graphen ist.
(Bild: Hüser)

Ludwigshafen – BASF hat gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) das erste Forschungslabor in Betrieb genommen, das BASF mit einem wissenschaftlichen Partner an einem Standort des Unternehmens betreibt. Für PROCESS Grund genug, bei der Einweihung des Carbon Materials Innovation Center (CMIC) in Ludwigshafen vorbeizuschauen, um mehr über das Wundermaterial Graphen zu erfahren.

Dr. Andreas Kreimeyer, Vorstandsmitglied der BASF und Sprecher der Forschung, bekannte sich in seinem Vortrag vor mehr als 200 geladenen Gästen zu der zweidimensionalen Kohlenstoffschicht: „Wir stehen am Anfang einer neuen Querschnittstechnologie, die zahlreiche Anwendungen revolutionieren und Innovationen ermöglichen wird. Mit dem CMIC wollen wir zusammen mit unseren Partnern die Materialien besser kennenlernen, um die Einsatzmöglichkeiten für nachhaltige Anwendungen beurteilen zu können.

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Einsatzgebiete von Graphen

Welche Ziele BASF in Zukunft mit dem Labor erreichen will, konkretisierte Dr. Harald Lauke, President Biological & Effect Systems Research: Zunächst sollen Wege gefunden werden, wie man Graphen als Beschichtungen, Antistatika und Grenzschichten nutzen kann. Die Wissenschaftler im CMIC sollen aber auf lange Sicht vor allem herausfinden, wie das Material Batterien, Superkondensatoren, Brennstoffzellen und Katalysatoren veredeln kann und als transparente leitfähige Schicht einsetzbar ist. Auf Solarzellen und Touchscreens verändert die Schicht die Lichtdurchlässigkeit.

Friedrich Seitz, President Process Research & Chemical Engineering, zeigte sich im Anschluss ebenfalls überzeugt, dass Graphen die Leistung von Lithiumionen-Batterien und Kondensatoren deutlich verbessern kann. Er betonte, dass sich die weltweiten Forschungsarbeiten mit Graphen stark auf die Energiespeicherung konzentrieren.

Eine zwölfköpfige internationale Arbeitsgruppe wird Graphen in dem 200 Quadratmeter großen Labor synthetisieren und charakterisieren sowie Anwendungsmöglichkeiten im Energie- und Elektronikbereich erforschen. Die Investitionssumme für die Entwicklungsplattform beträgt 10 Millionen Euro. Die Kooperation ist zunächst für drei Jahre geplant.

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