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Zusammenarbeit Bayer CropScience und Evogene erforschen Weizengenom

| Redakteur: Doris Popp

Bayer CropScience und Evogene haben einen Meilenstein im Rahmen ihrer Weizen-Forschungskooperation erreicht. Mithilfe der IT-Plattform von Evogene wurden bereits mehr als 200 000 so genannte Einzelnukleotid-Polymorphismen (Single Nucleotide Polymorphism oder SNPs) identifiziert. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Anstrengungen beider Unternehmen, mit fortschrittlichen Züchtungsmethoden Weizen zu optimieren.

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Im Fokus der Forschung: Entwicklung verbesserter Sorten für höhere Erträge und bessere Qualität (auf dem Bild zu sehen: Winterweizen am Ende der Blüte). (Bild: Bayer CropScience)
Im Fokus der Forschung: Entwicklung verbesserter Sorten für höhere Erträge und bessere Qualität (auf dem Bild zu sehen: Winterweizen am Ende der Blüte). (Bild: Bayer CropScience)

Monheim – Das Weizengenom ist sowohl komplex als auch sehr groß – etwa fünfmal so groß wie das Genom des Menschen – und stellt damit eine besondere Herausforderung für die moderne Züchtung dar. Bei einem SNP handelt es sich um einen natürlich auftretenden Austausch eines DNA-Bausteins im Genom einer Pflanze durch einen anderen. SNPs geben die aussagekräftigsten Hinweise auf bestimmte Pflanzeneigenschaften. Sie werden daher als so genannte molekulare Marker in der Züchtung eingesetzt. Die Identifizierung und Kartierung von SNPs im Weizengenom sind somit wichtige Schritte, um die Eigenschaften von Weizen durch moderne Züchtungsmethoden zu verbessern.

Im Dezember 2010 hatten Bayer CropScience und Evogene eine auf fünf Jahre angelegte Zusammenarbeit begonnen mit dem Ziel, die Entwicklung und Einführung verbesserter Weizensorten zu beschleunigen. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen ein höherer Ertrag, Dürretoleranz und der effizientere Einsatz von Düngemittel. Der nun entwickelte SNP-Datensatz für Weizen basiert auf Feldversuchen mit einer Vielzahl von Weizenlinien an zahlreichen Standorten weltweit. Die Auswertung der so ermittelten Daten wurde erst durch den Einsatz der IT-Plattform von Evogene möglich, die speziell für das Weizengenom konzipiert wurde. Er wird in die EvoBreed-Technologieplattform von Evogene integriert, um die modernen Züchtungsansätze für Weizen zu beschleunigen.

„Wir wollen Weizen weiterentwickeln, um Problemen wie dem Klimawandel und dem Rückgang der Mineralstoffvorräte für Düngemittel zu begegnen“, sagte Dr. Mathias Kremer, Leiter des Geschäftsbereichs BioScience von Bayer CropScience. „Das Erreichen dieses Meilensteins ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin und wird Bayer CropScience helfen, Landwirten schneller verbesserte Weizensorten anzubieten.“

Ofer Haviv, CEO von Evogene sagte: „Wir sind stolz auf diesen technologischen Durchbruch, den wir in relativ kurzer Zeit erzielt haben. Die Identifizierung der SNPs ist ein Schlüssel zur Verbesserung von Pflanzeneigenschaften mithilfe von effizienten und präzisen Züchtungsinstrumenten. Unser neu entdeckter SNP-Datensatz erweitert entscheidend unser Verständnis des Weizengenoms und wird die gemeinsame Arbeit mit Bayer CropScience bei der Entwicklung besserer Weizensorten weiter voranbringen.“

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