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Optimistischer Ausblick Bayer Material Science setzt auf forschungsstarke Eigenständigkeit

| Redakteur: Tobias Hüser

In seiner zukünftigen Eigenständigkeit will sich Bayer Material Science besonders auf die Themen Innovation und Nachhaltigkeit konzentrieren. Neue Lösungen für die Autoproduktion, die Windkraft und die Ressourcenschonung sollen den Werkstoffhersteller wirtschaftlichen Erfolg bringen.

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Auch in Asien entwickelt Bayer Material Science Kunststoffe. Im Polymer Research and Development Center (PRDC) in Pudong/Shanghai arbeiten Forscher in Labor-Boxen u.a. an der Entwicklung neuer Lackrohstoffe.
Auch in Asien entwickelt Bayer Material Science Kunststoffe. Im Polymer Research and Development Center (PRDC) in Pudong/Shanghai arbeiten Forscher in Labor-Boxen u.a. an der Entwicklung neuer Lackrohstoffe.
(Bild: Bayer Material Science)

Leverkusen – Bayer Material Science werde auch künftig innovative Produkte und Lösungen mit nachhaltiger Wirkung auf den Markt bringen und so dazu beitragen, globale Herausforderungen wie den Klimawandel, das Wachstum der Städte und die steigende Mobilität zu bewältigen, betonte Richard Northcote in einer vom Executive Committee des Unternehmens am Montag in einer Pressemitteilung. Neben der gut gefüllten Innovationspipeline profitiere Bayer Material Science vor allem von seiner klaren und umfassenden Konzentration auf Nachhaltigkeit.

„Ein systematisches Innovationsmanagement hilft uns, aus der Vielzahl der Ideen die aussichtsreichsten auszuwählen und die entsprechenden Projekte dann effizient und erfolgsorientiert zu managen“, erklärte Dr. Ulrich Liman, Innovationschef von Bayer Material Science. Im Unternehmen seien weltweit rund 1200 Beschäftigte mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut.

Zu den großen Zentren zählten Leverkusen, Shanghai in China und Pittsburgh in den USA. „Diese regionale Aufstellung mit kurzem Draht zu verschiedenen Märkten und Abnehmern hilft uns besonders zu erkennen, wo genau Bedarf für innovative Werkstoffe und Anwendungslösungen besteht“, so Liman.

Infusionsharz auf Polyurethan-Basis

Zu den aktuellen Innovationen des Unternehmens zählt ein Produkt, das Windkraftanlagen verbessert und so zur Verbreitung der erneuerbaren Ernergien beitragen kann. Es handelt sich um ein so genanntes Infusionsharz auf Basis von Polyurethan, das die Effizienz von Rotorblättern erhöht und deren Herstellung verkürzt.

Für die Automobilindustrie hat das Unternehmen ein Verfahren entwickelt, mit dem hochwertige Kunststoff-Komponenten für den Fahrzeug-Innenraum in einem einzigen Schritt gefertigt und mit hochwertigem Dekor beschichtet werden können – die Direct Coating-/Direct Skinning-Technologie.

Kunststoffe aus CO2 herstellen

Im Bereich Entwicklung verzeichnet das Unternehmen u.a. neue Erfolge bei der Erforschung von CO2 als neuem Rohstoff in der Kunststoff-Herstellung. Dem Unternehmen ist es im Labor gelungen, durch Einbau von CO2 noch einmal deutlich mehr Erdöl auf der Ebene von Vorprodukten einzusparen. Konkret geht es im Projekt „Dream Polymers“ um eine neuartige Komponente (Polyoxymethylen-Polycarbonat-Polyol), deren Anteil an alternativen Rohstoffen bereits bei 40 % liegt. Sie dient u.a. zur Herstellung von thermoplastischen Polyurethanen, die beispielsweise für Skischuhe benötigt werden.

Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr 2013 gehört Bayer Material Science zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Das Unternehmen produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2013 rund 14300 Mitarbeiter.

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