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Auszeichnung Bayer-Stiftung zeichnet Nachwuchsforscher in Naturwissenschaften aus

Redakteur: Doris Neukirchen

Die Bayer Science & Education Foundation hat zum zweiten Mal die mit jeweils 10 000 Euro dotierten „Bayer Early Excellence in Science Awards“ vergeben. Mit den Awards zeichnet die Bayer-Stiftung talentierte Nachwuchswissenschaftler in der frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn aus.

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Prof. Dr. Nicolai Cramer von der École polytechnique fédérale de Lausanne, Schweiz erhält den „Bayer Early Excellence in Science Award“ 2010 in der Kategorie Chemie.
Prof. Dr. Nicolai Cramer von der École polytechnique fédérale de Lausanne, Schweiz erhält den „Bayer Early Excellence in Science Award“ 2010 in der Kategorie Chemie.
( Bild: Bayer )

Leverkusen – Dieser neue, internationale Preis wird seit 2009 jährlich in den drei Kategorien Biologie, Chemie und Materialien vergeben. Die Preisträger können bis maximal fünf Jahre nach Abschluss ihrer Promotion mit dem „Bayer Early Excellence in Science Award“ ausgezeichnet werden. Die Preisvergabe erfolgt aufgrund der Originalität und der Qualität der Forschung der Kandidaten, sowie der Signifikanz der Ergebnisse für die jeweilige Kategorie.

Biomimetik: Maßgeschneiderte Lösungen aus der Biologie

Dr. Andreas Walther von der finnischen Aalto University in Helsinki erhält den Preis in der Kategorie Materialien für die Entwicklung neuartiger perlmuttartiger biomimetischer Materialien, die außergewöhnliche Eigenschaften in Bezug auf mechanische Stabilität und Flammschutz aufweisen. Diese sind daher besonders interessant für See-, Luft- und Raumfahrt. Ein neuer Produktionsprozess erlaubt dabei über die Selbstorganisation der einzelnen Komponenten eine ökonomische Herstellung der Hybridmaterialien.

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Metallorganische Katalyse: Ein Werkzeug zu Vermeidung von Nebenprodukten

Um komplexe Substanzen beispielsweise Natur- und Wirkstoffe herzustellen, ist es häufig notwendig, Kohlenstoffatome zu aktivieren und gezielte chemische Transformationen vorzunehmen. Prof. Dr. Nicolai Cramer von der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) in der Schweiz wird mit dem “Bayer Early Excellence in Science Award 2010” in der Kategorie Chemie für seine Entwicklungen und Untersuchungen neuer katalytischer metallorganischer Reaktionen zur Aktivierung von Kohlenstoff-Wasserstoff- und Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen ausgezeichnet.

G-Proteine: Neue Strategien zur Bekämpfung von Krankheiten

Dr. Oliver Daumke vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin erhält die Auszeichnung in der Kategorie Biologie für seine Beiträge zur Aufklärung von Struktur und Funktion von GTP-bindenden (G-)Proteinen. G-Proteine können als molekulare Schalter fungieren, die Wachstumssignale in biologischen Zellen steuern. Andere G-Proteine arbeiten als molekulare Motoren, die zelluläre Membranen deformieren. Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden G-Protein Klassen werden in der Gruppe von Dr. Daumke untersucht.

„Für das Erfinder-Unternehmen Bayer spielen Forschung, Nachhaltigkeit und Bildung eine zentrale Rolle. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesen Auszeichnungen eine Möglichkeit haben, junge Wissenschaftler zu fördern und zu motivieren“, sagt Dr. Wolfgang Plischke, für Innovation, Technologie und Umwelt verantwortliches Vorstandsmitglied von Bayer und Vorstand der Stiftung. „Bayer setzt in seiner Innovationsstrategie schon lange auf den intensiven Austausch mit Hochschulen und Universitäten. Die gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlern ist dabei nur ein Baustein − Kooperationen und strategische Partnerschaften sind unabdingbar für eine erfolgreiche industrielle Forschung“, so Plischke weiter.

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