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Unternehmensstrategie

Bayer trennt sich von MaterialScience und wird reines Lifescience-Unternehmen

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Vor allem neuere Produkte waren Wachstumstreiber

Die größten Wachstumstreiber im Pharma-Geschäft von Bayer Healthcare waren neuere Produkte: der Gerinnungshemmer Xarelto, das Augenmedikament Eylea, die Krebsmedikamente Stivarga und Xofigo sowie Adempas gegen Lungenhochdruck. „Diese fünf neueren Produkte haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir unter den großen Pharma-Unternehmen mit am schnellsten wachsen“, sagte Dekkers. Zusammen erzielten diese Produkte 2014 einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet Bayer eine weitere Umsatzsteigerung auf mehr als 4,0 Milliarden Euro.

Wie im Pharmageschäft waren auch im Pflanzenschutz vor allem neue Produkte die Wachstumstreiber. Zusammen erzielten die Produkte, die seit 2006 in den Markt eingeführt wurden, einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro – im Vorjahr waren es 1,5 Milliarden Euro. Bis 2017 strebt Bayer eine weitere Steigerung auf etwa 2,8 Milliarden Euro an.

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Im vergangenen Jahr trugen die neuen Produkte rund 70 Prozent zum absoluten Umsatzwachstum in der Pflanzenschutz-Sparte von Bayer Cropscience bei. „Das zeigt, wie wichtig es auch in diesem Bereich ist, unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung hoch zu halten“, betonte Dekkers: „Nur mit Innovationen können wir unsere Position im Wettbewerb weiter stärken und auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich sein.“

Der Start in das neue Geschäftsjahr ist gut gelungen

„Auch in das neue Geschäftsjahr ist Bayer gut gestartet“, fuhr Dekkers in seinen Ausführungen fort. Der Konzernumsatz stieg im 1. Quartal 2015 um 14,8 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro und das EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,6 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Dagegen sank das EBIT aufgrund von Sonderaufwendungen um 4,7 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um 7,7 Prozent auf 2,10 Euro zu.

„Aufgrund des Geschäftsverlaufs und deutlich positiverer Währungsverhältnisse haben wir unseren Ausblick 2015 nach Abschluss des 1. Quartals angehoben“, teilte Dekkers mit. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern insgesamt eine Umsatzsteigerung auf 48 bis 49 Milliarden Euro. Für das EBITDA vor Sondereinflüssen rechnet Bayer mit einer Steigerung im oberen Zehner-Prozentbereich, ebenso für das bereinigte Ergebnis je Aktie.

Der Kurs der Bayer-Aktie profitierte von der positiven Entwicklung des Unternehmens. Ende 2014 betrug die Börsenkapitalisierung rund 93 Milliarden Euro und stieg im laufenden Jahr weiter bis auf einen Höchstwert von 121 Milliarden Euro. Dabei schnitt die Bayer-Aktie erneut deutlich besser ab als geeignete Vergleichsindizes: Die Wertsteigerung einschließlich Dividende betrug im vergangenen Jahr 13 Prozent und über die vergangenen drei Jahre 147 Prozent. „Diese positive Wertentwicklung wollen wir mit guten Geschäftsergebnissen selbstverständlich fortsetzen", sagte Dekkers.

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