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Beschäftigungssicherung Bayer und Material Science schließen betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2020 aus

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat des Bayer-Konzerns haben sich auf eine umfassende Gesamtbetriebsvereinbarung (GBV) zur Beschäftigungssicherung bei Bayer für die Jahre von 2015 bis 2020 verständigt. Diese schließt betriebsbedingte Kündigungen sowohl bei Bayer als auch künftig bei Material Science in Deutschland bis Ende 2020 aus.

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Bayer sichert die Beschäftigung in Deutschland bis 2020. Sowohl bei Bayer selbst als auch bei Material Science wird es bis Ende 2020 keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
Bayer sichert die Beschäftigung in Deutschland bis 2020. Sowohl bei Bayer selbst als auch bei Material Science wird es bis Ende 2020 keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – Die Vereinbarung konkretisiert die entsprechende Absichtserklärung, die am 18. September 2014 angesichts der Entscheidung des Aufsichtsrats, Material Science innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate als eigenständiges Unternehmen an die Börse zu bringen, zwischen dem Konzernvorstand und den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat der Bayer AG getroffen worden war.

Michael König, Personalvorstand bei Bayer.
Michael König, Personalvorstand bei Bayer.
(Bild: Bayer)
„Wir haben das klare Ziel, die Zahl der Arbeitsplätze trotz der bevorstehenden Veränderungen im Konzern sowohl weltweit als auch in Deutschland in den nächsten Jahren stabil zu halten. Die neue Gesamtbetriebsvereinbarung ist mit ihren weitreichenden Zusagen ein eindeutiges Bekenntnis zu unserem Heimatstandort und zum nachhaltigen Erhalt der Beschäftigung in Deutschland“, erklärt Bayer-Personalvorstand Michael König.

„Mit der neuen GBV ist es uns gelungen, den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen nach 2015 um weitere fünf Jahre bis 2020 zu verlängern – so lange wie bei keiner Beschäftigungssicherung seit 1997. Damit und mit den übrigen Regelungen der Vereinbarung haben wir die Beschäftigung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen des heutigen Bayer-Konzerns langfristig abgesichert und schaffen zudem gute Startbedingungen und Zukunftsperspektiven für die deutschen Standorte“, betont Thomas de Win, Vorsitzender des Bayer-Gesamtbetriebsrats.

Beschäftigungssichernde Instrumente ebenfalls verlängert

Mit der neuen Gesamtbetriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung werden auch zahlreiche flankierende Vereinbarungen bis Ende 2020 verlängert, mit denen die bewährten Instrumente zum Beschäftigungserhalt geregelt sind. Dazu zählen insbesondere die GBV „Personalverbund“, die den einfachen Wechsel von Beschäftigten zwischen den Konzerngesellschaften ermöglicht, die bestehende GBV über die interne Beschäftigungsorganisation „BayJob“ sowie verschiedene weitere beschäftigungssichernde Maßnahmen, die seit 2008 in der „GBV zur Lösung von Beschäftigungsproblemen“ zusammengefasst sind.

In „BayJob“ werden auch künftig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die nach einem etwaigen Verlust ihres Arbeitsplatzes nicht sofort auf eine andere Stelle wechseln können. Ziel bleibt auch in Zukunft die Vermittlung – auch gesellschaftsübergreifend – eines neuen Dauer-Arbeitsplatzes oder von temporären Einsätzen innerhalb des Konzerns. Außerdem sollen die betroffenen Beschäftigten an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen.

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