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Mega-Deal unter Dach und Fach

Bayer und Monsanto fusionieren für 66 Milliarden Dollar

| Redakteur: Matthias Back

Es hat sich schon seit geraumer Zeit angedeutet und jetzt ist der Deal endlich beschlossen: Vorausgesetzt der Zustimmung der Kartellbehörden fusionieren Bayer und Monsanto und werden zum weltweit führenden Unternehmen der Agrarwirtschaft. Der Deal kostet Bayer 66 Milliarden Dollar. Hauptsitz der Saatgutsparte bleibt St. Louis, Missouri. Der Bereich Pflanzenschutz sowie die Division Crop Science werden aus Monheim geführt. Weitere Einzelheiten lesen Sie in unserem Beitrag.

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( Bild: Bayer )

Leverkusen/St. Louis – Bayer und Monsanto haben am Mittwoch eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Die Mitglieder des Board of Directors (Verwaltungsrat) von Monsanto sowie Vorstand und Aufsichtsrat von Bayer haben die Einigung einstimmig beschlossen. Gemessen am Schlusskurs der Monsanto-Aktie am 9. Mai 2016, dem Tag vor dem ersten schriftlichen Angebot von Bayer, enthält das Angebot eine Prämie von 44 Prozent auf den damaligen Kurs.

Die Transaktion bringt zwei unterschiedliche Geschäfte zusammen. Monsanto gilt als führend in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften sowie Digitaler Landwirtschaft (Climate Corporation). Bayer bringt eine großen Bandbreite an Indikationen und Kulturen im Pflanzenschutz-Portfolio mit in den Deal.

Gemeinsames jährliches F&E Budget von 2,5 Milliarden Euro

Die Kombination bringt darüber hinaus die Innovationskompetenzen und Technologieplattformen für Forschung und Entwicklung beider Unternehmen zusammen. Gemeinsam verfügen sie pro-forma über ein geschätztes jährliches Forschungs- und Entwicklungsbudget von 2,5 Milliarden Euro in diesem Bereich.

„Die Agrarwirtschaft steht vor einer der größten Herausforderungen unserer Zeit: Wie schaffen wir es, bis zum Jahr 2050 zusätzlich drei Milliarden Menschen auf ökologisch nachhaltige Art und Weise zu ernähren? Es ist die Überzeugung unserer beiden Unternehmen, dass diese Herausforderung einen neuen Ansatz erfordert, der die Expertise in den Bereichen Saatgut, Pflanzeneigenschaften und Pflanzenschutz einschließlich Biologika systematischer zusammenführt – eng verbunden mit einem starken Bekenntnis zu Innovation und nachhaltiger landwirtschaftlicher Praxis”, sagt Liam Condon, Vorstandsmitglied von Bayer und Leiter der Division Crop Science.

Beide Unternehmen erzielten im Kalenderjahr 2015 zusammengerechnet pro-forma einen Umsatz von 23 Milliarden Euro im Agrargeschäft. Neben dem langfristigen Wertschaffungspotenzial durch den Zusammenschluss erwartet Bayer, dass seine Aktionäre von einem positiven Beitrag zum bereinigten Ergebnis je Aktie im ersten vollen Jahr nach Abschluss der Transaktion profitieren werden.

Für das dritte volle Jahr wird ein positiver Beitrag im zweistelligen Prozentbereich erwartet. Bayer hat die Annahmen zu Umsatz- und Kostensynergien durch eine Unternehmensprüfung bestätigt und erwartet jährliche Beiträge zum EBITDA aus Synergien in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar nach dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion. Zusätzliche Synergien aufgrund des integrierten Angebots werden in den Folgejahren erwartet.

Chronologie der Fusion:

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