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Kapazitätserweiterung und Instandhaltung Bayer will 100 Millionen Euro in Standort Wuppertal investieren

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Bayer plant Investitionen von rund 100 Millionen Euro in den Standort Wuppertal. Das Chemieunternehmen plant den Bau neuer Produktionsstraßen, Laboranlagen und umfangreiche Maßnahmen zur Instandhaltung.

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Bayers Geschichte begann in der ehemaligen Färberhochburg Wuppertal. Am 1. August 1863 gründeten Friedrich Bayer und Friedrich Weskott in Wuppertal-Barmen die „Friedr. Bayer et comp.“ Seit 1967 beherbergt Wuppertal mit dem Bayer Pharma-Forschungszentrum einen der wichtigsten Forschungsstandorte von Bayer HealthCare.
Bayers Geschichte begann in der ehemaligen Färberhochburg Wuppertal. Am 1. August 1863 gründeten Friedrich Bayer und Friedrich Weskott in Wuppertal-Barmen die „Friedr. Bayer et comp.“ Seit 1967 beherbergt Wuppertal mit dem Bayer Pharma-Forschungszentrum einen der wichtigsten Forschungsstandorte von Bayer HealthCare.
(Bild: Bayer)

Wuppertal – „Der Pharmastandort Wuppertal rüstet sich für wachsende Aufgaben in der Zukunft und plant für 2012 Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro“, berichtete Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer HealthCare in Wuppertal.

Davon soll ungefähr die Hälfte für neue Labor- und Produktionsanlagen, die andere Hälfte für Instandhaltung ausgegeben werden.

Neue Produktionsstraßen

Ein Teil der Neuinvestitionen fließt in die Errichtung von zwei weiteren Produktionsstraßen für die Rivaroxaban-Herstellung. Rivaroxaban ist der Wirkstoff des oralen Gerinnungshemmers Xarelto. "Weitere Zulassungen für Xarelto lassen den Bedarf nach dem Wirkstoff steigen. Um den Markt auch künftig zuverlässig mit dem Medikament versorgen zu können, erweitern wir unsere Produktionskapazitäten", so Jelich.

Weitere Investitionen fließen in die Modernisierung von Laboren der Chemischen Entwicklung. Bis September 2012 wird zudem der Bau des neuen Technikums Zellbiologie fertig gestellt. Hier sollen ab Mitte 2013 neue biologische Wirkstoffe für den Einsatz in klinischen Studien hergestellt werden.

Gefüllte Entwicklungspipeline

Die Arzneimittel-Entwicklungspipeline ist derzeit mit 39 Projekten in den klinischen Phasen I bis III gut gefüllt. Insgesamt 11 Wirkstoffe befinden sich in der späten klinischen Phase III.

Dazu zählen zwei Substanzen, an deren Erforschung und Entwicklung Wuppertaler Wissenschaftler beteiligt waren: Riociguat zur Behandlung von Lungenhochdruck und Regorafenib zur Behandlung von bestimmten Krebsarten des Magen-Darm-Trakts. Das bereits zugelassene Krebsmedikament Nexavar wird derzeit ebenfalls in weiteren Indikationen untersucht. Dazu laufen momentan klinische Phase III-Studien zur Behandlung von Patienten mit Lungen-, Brust- und Schilddrüsenkrebs.

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