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Bayer-Innovationsperspektive 2014 Bayer will bei Forschung und Entwicklung aufsatteln

| Redakteur: Manja Wühr

Im Rahmen des Presseforums „Bayer-Innovationsperspektive 2014“ gibt Bayer Einblick zum aktuellen Stand im Bereich Forschung und Entwicklung sowie einen Ausblick auf die strategische Ausrichtung seiner Forschungsaktivitäten. Wo die Schwerpunkte liegen, lesen Sie hier.

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Wie Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers nun bekannt gibt, will der Bayer-Konzern will verstärkt auf Forschung und Entwicklung setzen.
Wie Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers nun bekannt gibt, will der Bayer-Konzern will verstärkt auf Forschung und Entwicklung setzen.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – Der Bayer-Konzern will sich noch deutlicher als Life-Science-Unternehmen positionieren. Daher sollen künftig Innovationen in den Geschäften HealthCare und CropScience verstärkt werden. „Für die kommenden Jahre erwarten wir, dass unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung im Verhältnis zum Umsatz insgesamt weiter steigen werden“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers beim Presseforum „Bayer-Innovationsperspektive 2014“ in Leverkusen. Im laufenden Jahr liegt das Budget für Forschung und Entwicklung in den Life-Science-Geschäften bei 3,2 Milliarden Euro. Davon entfallen etwa 70 Prozent auf das Gesundheitsgeschäft (HealthCare) und rund 30 Prozent auf das Agrargeschäft (CropScience).

Innovation und Vermarktung gehen Hand in Hand

Insgesamt beschäftigt Bayer mehr als 13 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung – 61 Prozent davon bei HealthCare und 39 Prozent bei CropScience. Dabei habe das Unternehmen seit 2010 im Pharma-Bereich 25 erfolgreiche Studien der klinischen Phase III vorzuweisen, und zwischen 2000 und 2013 bei CropScience 30 neue Wirkstoffe auf den Markt gebracht. Allein im vergangenen Jahr meldete Bayer knapp 500 Patente in den Life-Science-Bereichen an, so Dekkers.

Aber auch bei der Vermarktung ihrer Produkte sieht Dekkers sein Unternehmen weit vorn. Im Pharma-Geschäft sei Bayer eines der am schnellsten wachsenden globalen Unternehmen mit führenden Positionen in Schlüsselindikationen. Im Geschäft mit rezeptfreien Produkten (OTC) kommt das Unternehmen weltweit auf den zweiten Platz. Auch im Agrargeschäft läuft es gut für Leverkusener. „Wir sind eines der wachstumsstärksten Crop-Science-Unternehmen“, sagte Dekkers. CropScience stehe im Pflanzenschutz weltweit auf Platz zwei. Das Saatgutgeschäft liege derzeit auf Rang sieben und solle künftig weiter ausgebaut werden.

Erhebliche Gemeinsamkeiten bei der Forschung

In Zukunft wolle Bayer die Gemeinsamkeiten auf dem Gebiet der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze umfassend ausschöpfen, erklärte Kemal Malik, im Vorstand von Bayer zuständig für Innovation. Erste Erfolge gibt es bereits in einem Forschungsprojekt, das sich mit der Energieerzeugung in Zellen beschäftigt. Der Ausgangspunkt waren drei neue Produktfamilien zur Behandlung von pilzlichen Infektionen – Fungizide – in Pflanzen. Auf dieser Basis entwickelte ein Forscherteam das neue Nematizid Velum/Verango für den Schutz von Pflanzen vor im Boden lebenden Fadenwürmern, das 2014 auf den Markt gebracht wurde.

Da die Infektion mit verschiedensten Wurmarten auch ein Problem bei Nutz- und Haustieren ist, versuchen Wissenschaftler im Bereich Tiergesundheit nun, potenzielle Wirkstoffe mit demselben Wirkmechanismus zu identifizieren. In der Zwischenzeit ist zudem bekannt geworden, dass dieser Weg der Energieerzeugung in Zellen auch für das Wachstum von Krebszellen relevant sein könnte. Bayer-Forscher konnten zeigen, dass spezielle Arten von Melanomen in vitro empfindlich sind gegenüber der Hemmung der mitochondrialen Energieversorgung. „Dies ist ein perfektes Beispiel für die Synergien zwischen den Life Sciences“, sagte Malik.

Ein weiterer Baustein der Bayer-Innovationsaktivitäten sind externe Partnerschaften. „Innovative Forschungsprojekte sind in den vergangenen Jahren häufig in Zusammenarbeit mit Instituten und Universitäten ebenso wie mit Start-up-Unternehmen entstanden“, erläuterte Malik. „Es ist heutzutage für Unternehmen nicht mehr möglich, alle Bereiche der Innovation selbst abzudecken. Strategische Kooperationen und Allianzen haben daher ihren festen Platz in der Innovationskette aller erfolgreich forschenden Unternehmen.“

Zudem ermöglichen neue strategische Venture-Capital-Investitionen den Zugang zu Start-ups, zukunftsweisenden Technologien und fördern ebenso Bayer-Innovationskultur und Unternehmergeist. Durch eine Investition in den Healthcare-Fonds Versant Ventures beteiligt sich Bayer HealthCare an richtungsweisenden Biopharmazeutika, Medizinprodukten und anderen jungen Unternehmen aus dem Life-Science-Bereich. Zudem engagiert sich Bayer HealthCare beim deutschen Hightech Gründerfonds II zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der KfW-Bankengruppe und anderen Unternehmen an der Finanzierung vielversprechender junger Start-ups in den Bereichen Life Sciences und Healthcare.

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