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VBW Bayerns Wirtschaft fordert Ausnahmen vom Mindestlohn

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Die VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fordert von der Bundesregierung, wenn man schon einen gesetzlichen Mindestlohn einführt, diesen durch einen Ausnahmenkatalog abzufedern.

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Bertram Brossardt: „Saisonarbeiter, Rentner, Studenten und bestreiten mit diesen Tätigkeiten nicht ihren gesamten Lebensunterhalt, sondern verdienen sich etwas hinzu. Gerade dieser Chance werden sie aber durch einen Mindestlohn beraubt, denn ihre Jobs werden dann nicht mehr angeboten.“
Bertram Brossardt: „Saisonarbeiter, Rentner, Studenten und bestreiten mit diesen Tätigkeiten nicht ihren gesamten Lebensunterhalt, sondern verdienen sich etwas hinzu. Gerade dieser Chance werden sie aber durch einen Mindestlohn beraubt, denn ihre Jobs werden dann nicht mehr angeboten.“
(Bild: VBW)

VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt nannte einen gesetzlichen Mindestlohn zum Beispiel für Saisonarbeiter, Rentner, Studenten und Praktikanten nicht sinnvoll: „Diese Personen bestreiten mit diesen Tätigkeiten nicht ihren gesamten Lebensunterhalt, sondern verdienen sich etwas hinzu. Gerade dieser Chance werden sie aber durch einen Mindestlohn beraubt, denn ihre Jobs werden dann nicht mehr angeboten. Bei Praktika während des Studiums kommt hinzu, dass in deren Mittelpunkt die Gewinnung von praktischer Berufserfahrung steht. Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro würden diese Praktika nicht mehr angeboten.“

Gesetze dürfen an der Realität nicht vorbeigehen

Brossardt forderte die Bundesregierung auf, Gesetze zu machen, die der Realität am Arbeitsmarkt entsprechen. „Eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt, dass ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro je Stunde rund 6 Mio. Personen betrifft – 19 % aller abhängig Beschäftigten. 63 % davon sind geringfügig Beschäftigte. Gleichzeitig sind auch 50 % dieser Arbeitnehmer unter 25 Jahre alt, also beispielsweise Studenten. Die Arbeitskosten würden sich bei Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns so erhöhen, dass diese Jobs nicht mehr angeboten werden. Daher brauchen wir hier Ausnahmen.“

Der Artikel wurde zuerst auf unserem Schwesterportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.

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