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Lebensmittel aus Deutschland und EU

Belastung mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen nimmt weiter ab

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Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte sind selten

Im Rahmen der überwiegend risikoorientiert durchgeführten Kontrolle von Lebensmitteln auf das Vorhandensein von Rückständen von Pflanzenschutzmitteln wurden 2015 bei der Untersuchung von 18.765 Lebensmittelproben in den Laboren der Bundesländer über 5,8 Millionen Analyseergebnissen generiert. Dabei wurden die Grenzwerte für Pflanzenschutzmittelrückstände in deutschen Erzeugnissen bei 1,1% der untersuchten Proben überschritten (2011: 1,4%, 2012: 1,6%, 2013: 1,1% und 2014: 1,9%.). Bei Erzeugnissen aus anderen EU-Mitgliedstaaten wurden ebenfalls in 1,1% der Proben Überschreitungen festgestellt (Vorjahr 1,3%), bei Erzeugnissen aus Drittländern in 5,5% der Proben (Vorjahr 5,8%).

Lebensmittel, die in der Vergangenheit auffällig geworden sind, werden durch den risikoorientierten Ansatz der Kontrollen häufiger und mit höheren Probenzahlen untersucht. Der Anteil an Proben, bei denen Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt werden, ist dadurch überproportional groß. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die durchschnittliche Belastung von Lebensmitteln mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln deutlich niedriger ist.

Rückstände in Säuglings- und Kleinkindernahrung

Aufgrund der Befunde an Phosphonsäure in Babynahrung im Jahr 2014 wurde auch 2015 wieder Säuglings- und Kleinkindernahrung auf das Abbauprodukt Fosetyl (Summe aus Fosetyl und Phosphonsäure) untersucht. 2015 wurden in 47 von 455 Proben (10,3%) Rückstände von Phosphonsäure über dem Höchstgehalt von 0,01 mg/kg gefunden. Dabei hat es sich bei 29 von 47 Proben um Erzeugnisse aus ökologischem Anbau gehandelt. Die Rückstände können als Folge der Anwendung des fungiziden Wirkstoffs Fosetyl, aber auch aus anderen Eintragsquellen wie durch die legale Anwendung von phosphonathaltigen Düngern auftreten, welche auch im ökologischen Landbau zulässig sind.

Lebensmittel aus ökologischem Anbau

Biolebensmittel wurden wie in den Vorjahren besonders intensiv kontrolliert. Etwa 10% der Untersuchungen wurden in diesem Marktsegment durchgeführt, dessen Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt unter 5% liegt. Die Kontrollen 2015 haben bestätigt, dass der Anteil an Lebensmitteln ohne quantifizierbare Rückstände bei Biowaren mit 65% deutlich über dem konventionell hergestellter Waren (36,6%) liegt. Dies gilt ebenso für den Anteil der Lebensmittel, bei denen der Rückstandshöchstgehalt überschritten wurde, wenn man von den erwähnten Überschreitungen bei Fosetyl absieht (Quote der Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte ohne Fosetyl 0,5%).

Eine genaue Auflistung der einzelnen Untersuchungsergebnisse finden Sie hier.

* N. Banspach: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, 10117 Berlin

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